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09. Mai 2017

Erste Folgen des Dauerregens. Wassermassen spülen Rampe an der Ludwigswehr-Baustelle teilweise weg

luwigswehr wasserLandshut (09.052017) Die langanhaltenden Niederschläge im Einzugsgebiet der Isar zeigen erste Folgen für die Baustelle am Ludwigswehr: Die Wassermassen der Isar haben die Zufahrtsrampe für die Baufahrzeuge am Ludwigswehr teilweise weggespült. Bereits in der Nacht von Montag auf Dienstag war das Wasser über die Wehrklappen geschwappt.

Die Wehrklappen des Maxwehrs waren zwar lange vorher geöffnet, sodass der größte Teil des Isarwassers ungehindert weiterfließen konnte. Wegen des weiter ansteigenden Isarwasserstands mussten am Dienstagmittag schließlich zwei Wehrklappen des Ludwigswehrs geöffnet werden, damit der Isarpegel im Stadtgebiet nicht noch weiter ansteigt. Der Wasserstand am Pegel Birket überschritt am Dienstag bereits die Meldestufe 1.

Sobald sich das Wetter beruhigt hat und der Wasserstand wieder abgesunken ist, wird die Kiesrampe wieder instand gesetzt. Auch die sogenannten Bigbags zum Abdichten der Tosbecken müssen erneut platziert werden. Die Stadtwerke gehen nach einer ersten Schätzung von rund 50.000 Euro Schaden aus. Da die Rampe sich im natürlichen Gewässer befindet, besteht sie aus Kies. Dadurch ist allerdings das Risiko naturgemäß hoch, dass sie bei Hochwasser weggespült wird.

Die Sanierung des Ludwigswehrs läuft seit Mitte März unter Federführung der Stadtwerke Landshut. Bis in den späten Herbst werden die drei Wehrklappen ausgetauscht, die Wehrpfeiler mit neuer Maschinentechnik ausgerüstet sowie die Tosbecken auf der Unterwasserseite saniert. Durch die Instandsetzung der Rampe rechnen die Projektleiter der Stadtwerke nach ersten Einschätzungen mit einer Bauzeitenverschiebung von etwa zwei bis drei Wochen.

Vorsorglich Hochwasserpumpe in Mitterwöhr

Vorsorglich platzieren die Stadtwerke voraussichtlich am Mittwochvormittag eine Hochleistungspumpe an der Troppauer Straße. Falls zu den hohen Isarwasserständen nochmals Starkregenereignisse wie ein Gewitter oder Platzregen auftreten sollten, ist der freie Abfluss des mechanisch gereinigten Wassers aus dem Ableitungskanal von der Breslauer Straße wegen des hohen Isarwasserstands stark eingeschränkt. Die Isar drückt bei Hochwasser gegen die Auslaufklappe.

Sofern die Wetterlage sich stabilisiert, wird die Pumpe bestenfalls ohne Einsatz wieder abgebaut. Sollte ein jedoch ein Starkregenereignis bei anhaltend hohem Isarpegel eintreten, saugt die Pumpe einen Teil des zu vielen Wassers aus dem Ableitungskanal in 3,50 Meter Tiefe an und pumpt es über vier Druckleitungen direkt neben dem Auslaufbauwerk in die Isar – 300 Liter pro Sekunde schafft die Pumpe.

Bilder: Die Zufahrtsrampe am Ludwigswehr wurde teilweise weggespült.

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