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Vorsicht im „Zeckenjahr 2018“ - Was tun, wenn die Parasiten zustechen?

Prof Dr Josef G Heckmann

Landshut (16.07.18) 2018 wird ein Rekordjahr für Zecken: Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung in München prognostiziert so viele Zecken wie seit zehn Jahren nicht mehr. „Damit besteht auch ein erhöhtes Risiko, sich mit Borreliose oder der Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME infizieren“, so Prof. Dr. Josef Heckmann, Chefarzt der Neurologie am Klinikum Landshut. Gerade in Landshut und Umgebung ist Vorsicht geboten: Ganz Niederbayern gehören zu den tiefroten FSME-Risikogebieten.

Sie lauern auf Büschen, Sträuchern und Gräsern. „Wenn Sie eine Zecke auf der Haut finden, sollten Sie sofort handeln“, betont Chefarzt Prof. Josef Heckmann. Denn je länger die Zecke saugt, desto größer ist das Infektionsrisiko für Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Gegen FSME kann man sich impfen lassen – gegen Borreliose gibt es noch kein wirksames Mittel. Etwa jede vierte Zecke trägt Borreliose in sich. Doch wie werden die Parasiten richtig entfernt, um das Infektionsrisiko zu minimieren? „Das optimale Werkzeug ist eine spitze Pinzette oder eine Zeckenkarte“, so Prof. Heckmann. Auf keinen Fall sollte man Erstickungsversuche mit Öl, Kleber, Wachs oder Creme versuchen. Damit gibt der Parasit noch mehr infektiösen Speichel ab. „Fassen Sie die Zecke möglichst dicht über der Haut, also an den Mundwerkzeugen und nicht am vollgesogenen Körper. Dann langsam und gerade herausziehen. Nicht quetschen und drehen, höchstens ganz vorsichtig rütteln.“ Anschließend die Einstichstelle sorgfältig desinfizieren und auf Überreste untersuchen. „Wichtig ist auch, die Stelle danach zu beobachten“, erklärt Prof. Heckmann. Bildet sich ein roter Ring („Wanderröte“) um die Wunde, der wächst oder wandert? Entwickeln Sie grippeähnliche Symptome oder andere Symptome einer Infektion? „Dann konsultieren Sie umgehend einen Arzt“, so der Chefarzt.

Schützen kann man sich übrigens auch mit der richtigen Kleidung. Lange Hosen, lange Ärmel und geschlossene Schuhe machen es Zecken schwerer, an die nackte Haut zu gelangen. Die meisten Zecken warten auf Grashalme oder Gebüsch in einer Höhe von weniger als einem Meter, häufig sogar nur zwischen 10 und 50 cm über dem Boden.

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