
Die Lausdeandln Karin Obermaier und Judith Ruhland - Foto: Antonio D’Auria
Essenbach - pm (15.03.2026) Am Anfang war die Frage beim Veranstalter, ob man ein Wirtshaus-Musikprogramm in einer Kleinkunstbühne spielen kann. Aber der Vorverkauf für die Lausdeandln (bis auf einzelne Tickets war der Abend fast ausverkauft), war schon Antwort genug auf die Frage. Und die ausgelassene Stimmung im Publikum, war nochmals Bestätigung dafür, dass die Lausdeandln (Karin Obermaier und Judith Ruhland) das Publikum, unabhängig von der Location, mitreißen und begeistern können.
Dabei war gar nicht so leicht erkennbar, und gesanglich vernehmbar, ob es den „Stammtischbrüdern“ oder den „Stammtischschwestern“ am besten gefallen hat, denn keinen im Publikum hielt es auf der „virtuellen“ Bierbank, wenn es hieß „3, 4, gsunga!“.
Die beiden „Blechbixn“ Karin Obermaier und Judith Ruhland verstanden es auch in der Bühne am Schardthof, frech und unverstellt traditionellen Liedern ihren eigenen bodenständigen Charme zu verleihen und mit eigenen Liedern zu überzeugen. Und auch ihre Geschichten über die kleinen Zwistigkeiten mit der Schwiegermutter bis hin zu Männern, die erst einigermaßen passabel aussehen, wenn Frau entsprechend vorgeglüht hat („I sauf di schee!“), waren witzig und gefielen den Gästen sehr gut. So manche Schwiegermutter war verzückt über Karins Suche nach einem passenden Mann und stellte bereitwillig ihren noch zu Hause wohnenden Sohn zur Verfügung. Aber die beiden Vollblutmusikerinnen zeigten auch an diesem Abend in Essenbach, dass sie nicht nur einen sauberen zweistimmigen Gesang beherrschen, sondern auch mit Akkordeon, Trompete, Gitarre, E-Drums und einer Loop-Station vorzüglich umgehen können.
Judith Ruhland machte zudem aus den Besuchern immer wieder einen Chor, der dann auch noch zweistimmig die beiden gesanglich begleitete. Die Lausdeandln sind damit ein klarer Gewinn für jedes Wirtshaus, Festzelt und ganz sicher auch für jede andere (Kleinkunst-)Bühne.

