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Grüner: Freiheitsenergien stärken und Landwirtschaft gegen Dürre wappnen

GRÜNE Niederbayern

Die Niederbayerischen GRÜNEN mit ihren Bezirksvorsitzenden Larissa Hausberger und Maria-Therese Eiblmeier und den Abgeordneten Marlene Schönberger und Mia Goller. - Foto: Claudia Woller

Landshut/Bayern - pm (14.10.2026) Wie sich Freiheit, wirtschaftliche Unabhängigkeit und der Schutz unserer Lebensgrundlagen verbinden lassen, stand im Mittelpunkt des Landesparteitags von Bündnis 90/Die Grünen in Landshut. Unter dem Leitgedanken der Freiheitsenergien machten die Grünen deutlich: Wer Sonne, Wind und andere erneuerbare Energiequellen konsequent nutzt, macht sich unabhängiger von Öl- und Gasimporten, stärkt die regionale Wertschöpfung und schafft die Voraussetzungen für bezahlbarere Energie.

Gerade für Niederbayern ist das ein wichtiges Thema. Denn ein großer Teil der erneuerbaren Energie wird auf dem Land erzeugt – dort, wo Windräder stehen, Solaranlagen Strom produzieren und landwirtschaftliche Betriebe zunehmend selbst Energie erzeugen. Die Energiewende bietet damit besonders für ländliche Regionen Chancen: durch Einnahmen für Kommunen und Flächeneigentümer, neue Arbeitsplätze und mehr Unabhängigkeit von internationalen Krisen und den Preissprüngen an den Tankstellen.

Die österreichische Grünen-Vorsitzende Leonore Gewessler warb in ihrer Gast-Rede für einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren „Heimatenergien“ und brachte die politische Bedeutung der Energiewende auf den Punkt: „Windräder sind die Freiheitsstatuen unserer Zeit.“ Die Botschaft: Statt weiterhin von fossilen Rohstoffen und deren Lieferanten abhängig zu sein, kann Europa seine Energie zunehmend selbst erzeugen. Das schützt das Klima und stärkt zugleich die wirtschaftliche und politische Souveränität.

Niederbayern braucht eine Landwirtschaft, die mit der Dürre umgehen kann

Neben der Energiepolitik setzte der Parteitag auch ein deutliches Signal für die Zukunft der Land- und Forstwirtschaft. Auf Antrag von Maria-Therese Eiblmeier, Co-Vorsitzende der Grünen in Niederbayern, beschlossen die Delegierten Forderungen, um Landwirtschaft und Wälder in Bayern klimaresilient zu machen. Angesichts der wiederkehrenden Dürreperioden und der zunehmenden Wetterextreme brauche es eine Agrarpolitik, die Betriebe nicht nur kurzfristig entlaste, sondern langfristig widerstandsfähiger mache.

„Unsere Landwirtinnen und Landwirte, Waldbesitzerinnen und Förster, brauchen endlich eine Politik, die den Herausforderungen des Klimawandels gerecht wird. Hektarprämie und Agrardiesel sind keine zukunftsgewandte Agrarpolitik. Wir brauchen Weichenstellungen für die Förderung von allem, was Wasser in der Landschaft hält – den Boden schützt, Wasser spart, Artenvielfalt erhält“, so Eiblmeier.

Der Beschluss setzt auf Maßnahmen, die Wasser in der Landschaft halten, Böden vor Austrocknung und Erosion schützen und die Artenvielfalt stärken. Dazu gehören vielfältige Fruchtfolgen, Hecken und Strukturelemente, gesunde humusreiche Böden sowie artenreiche und widerstandsfähige Mischwälder. Solche Maßnahmen helfen, die Folgen von Trockenperioden abzumildern und die Grundlagen der landwirtschaftlichen Produktion langfristig zu sichern.

Starke ländliche Räume

Auch Co-Vorsitzende der Grünen in Niederbayern, Larissa Hausberger, forderte in ihrer Rede eine starke Politik für ländliche Räume. „Wenn wir 2028 Teil der bayerischen Staatsregierung werden wollen, müssen wir den ländlichen Raum stärken und auf die Menschen vor Ort setzen. Dafür brauchen wir starke Kreisverbände, die in ihren Gemeinden verwurzelt sind und Spielraum haben, ihre Themen selbst zu gestalten – gemeinsame Werte, aber keine Lösungen von der Stange. Wir dürfen den ländlichen Raum nicht anderen überlassen: Grüne Politik hat auch hier gute Antworten für eine bessere Zukunft.“

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, rief dazu auf, mit mehr Selbstbewusstsein für demokratische Werte und politische Veränderung einzutreten. Sie machte deutlich, dass der Schutz der Natur, Energie-Unabhängigkeit von Autokraten und fossilen Reserven und gleiche Rechte für alle Garanten keine Einschränkungen, sondern Garantien für unser aller zukünftige Freiheit sind.

Bundesvorsitzende Franziska Brantner stellte den Zusammenhang zwischen Freiheit, bezahlbarem Leben und Energieversorgung heraus. Steigende Öl- und Gaspreise zeigten, wie abhängig Deutschland von internationalen Krisen und fossilen Energien sei. Statt mit immer neuen Tankrabatten Ölkonzerne zu unterstützen, müsse die Politik die Unabhängigkeit durch erneuerbare Energien voranbringen. Für Brantner ist klar: Eine konsequente Energiewende ist auch eine Antwort auf die Frage, wie Energie langfristig bezahlbar bleiben kann.

Der Landesparteitag in Landshut verband damit zwei zentrale Zukunftsaufgaben: die Energieversorgung unabhängiger und nachhaltiger zu machen und die natürlichen Grundlagen unserer Ernährung zu schützen.

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