
Die Referentinnen Elisabeth Strasser und Linda Pilz vermittelten praxisnahes Wissen für die tägliche Arbeit der Ehrenamtlichen.
Landkreis Landshut - pol (11.07.2026) Wie können Nachbarschaftshilfen Menschen in schwierigen Lebenslagen bestmöglich unterstützen – und wann ist es wichtig, an professionelle Beratungs- und Hilfsangebote zu vermitteln? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die diesjährigen Netzwerktreffen der Nachbarschaftshilfen im Landkreis Landshut, die vor kurzem sowohl im südlichen als auch im nördlichen Landkreis stattfanden.
Zahlreiche Ehrenamtliche aus den Nachbarschaftshilfen des Landkreises nutzten die beiden Veranstaltungen zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung.
Nach der Begrüßung und einer Vorstellungsrunde stand der interaktive Fachvortrag „Wenn die Nachbarschaftshilfe nicht mehr zuständig ist – Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Landshut“ im Mittelpunkt. Die Seniorenbeauftragte des Landkreises, Elisabeth Strasser, und die Behindertenbeauftragte, Linda Pilz, stellten gemeinsam die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote im Landkreis vor und zeigten anhand praxisnaher Beispiele auf, welche Hilfen in unterschiedlichen Lebenssituationen zur Verfügung stehen.
Im Mittelpunkt standen drei Fallbeispiele aus der Praxis, die typische Herausforderungen für Nachbarschaftshilfen verdeutlichten. Gemeinsam erarbeiteten die Teilnehmer, welche Aufgaben im Rahmen der ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe übernommen werden können und an welcher Stelle eine Weitervermittlung an Fachstellen sinnvoll und notwendig ist. Vorgestellt wurden unter anderem Angebote des Pflegestützpunkts, der Wohnraumberatung, der Betreuungsstelle, der Behindertenbeauftragten sowie weitere Unterstützungsangebote für ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und pflegende Angehörige.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war der offene Erfahrungsaustausch. Die Ehrenamtlichen berichteten von bewegenden Begegnungen, aber auch von Situationen, in denen sie an ihre persönlichen oder organisatorischen Grenzen stoßen. Gemeinsam wurden Ideen entwickelt, wie die Nachbarschaftshilfen künftig noch besser miteinander vernetzt und weitere Bürgerinnen und Bürger für ein ehrenamtliches Engagement gewonnen werden können.
„Nachbarschaftshilfen sind ein unverzichtbarer Bestandteil des sozialen Miteinanders im Landkreis Landshut. Sie leisten wertvolle Unterstützung im Alltag und schenken den Menschen Zeit, Aufmerksamkeit und Nähe. Gleichzeitig ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und Betroffene bei weitergehendem Unterstützungsbedarf an die passenden Fachstellen zu vermitteln. Genau diese Vernetzung möchten wir mit den Netzwerktreffen stärken“, betonten Elisabeth Strasser und Linda Pilz.
Ein zentrales Fazit der Veranstaltung lautete deshalb: Nachbarschaftshilfe bedeutet nicht, jede Herausforderung allein zu bewältigen. Vielmehr gelingt gute Unterstützung dann, wenn ehrenamtliches Engagement und professionelle Beratungs- und Hilfsangebote Hand in Hand arbeiten. Die Netzwerktreffen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie Wissen vermitteln, den Erfahrungsaustausch fördern und die Zusammenarbeit der Nachbarschaftshilfen im Landkreis nachhaltig stärken.
Bereits jetzt können sich Interessierte die nächsten Termine vormerken: Im September und Oktober 2026 finden zwei Erste Hilfe-Auffrischungskurse für Ehrenamtliche von organisierten Nachbarschaftshilfen des Landkreises Landshut statt. Das nächste Netzwerktreffen der Nachbarschaftshilfen ist für Juni 2027 geplant.
Wer sich für den Aufbau einer organisierten Nachbarschaftshilfe interessiert oder weitere Informationen erhalten möchte, kann sich an Elisabeth Strasser (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 08703 9073-5149) oder Linda Pilz (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 08703 9073-5144) wenden. Beide beraten und unterstützen interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Gemeinden beim Aufbau organisierter Nachbarschaftshilfen.

