v. r.: Pfarrerin Christiana von Campenhausen, Prädikantin Edita Kallinger, Religionspädagogin Monika Haberl, Dekanin Nina Lubomierski, Hans Siegert, Pfarrer Lorenz von Campenhausen, Prädikantin Heidemarie Walter
Landshut – pm (19.03.2026) Dekanin Nina Lubomierski wählte das Bild vom Pflügen: Man müsse nur den kleinen Bereich vor den Füßen haben, dann werde sich eine gezogene Linie harmonisch an die andere fügen. Dies gelte im übertragenen Sinne auch für die Kirche und auch für Hans Siegert, den sie am Sonntag in der Evangelischen Erlöserkirche vom Dienst als Prädikanten entpflichtete.
Der vierte Fastensonntag war für die Gemeinde der evangelisch-lutherischen Erlöserkirche ein besonderer Sonntag, den musikalisch der Kirchenchor und der Posaunenchor festlich umrahmten: Dekan Lubomierski entpflichtete nach Jahrzehnten im kirchlichen Dienst Hans Siegert als Prädikant. Auch in anderen Funktionen hatte Siegert die Kirche auf Dekanatsebene aktiv und kreativ mitgeprägt und mitgestaltet.
Zehn Jahre ist es her, dass Hans Siegert die Aufgabe als Prädikant in der Erlöserkirche übernommen hat. Vorher war er schon über ein Jahrzehnt Lektor in der Christuskirche gewesen. Und darüber hinaus Kirchenvorsteher, Mitglied der Dekanatssynode, im Kuratorium der Diakonie, des Dekanatsausschusses und vielen weiteren Ausschüssen. „Sie haben immer wieder unseren Blick über das, was direkt vor Augen war, geweitet und damit neue Handlungsoptionen erschlossen“, würdigte ihn die Dekanin. Dabei sei Siegert immer unaufgeregt, zuverlässig loyal gegenüber der Kirche und ihrem Auftrag gewesen. Als Zeichen der Wertschätzung überreichte sie ihm eine Urkunde vom Regionalbischof.
In ihrer Predigt wollte die Dekanin die Jahreslosung „Gott spricht, siehe ich mache alles neu“ auch auf die anstehenden strukturellen Veränderungen in der evangelischen Kirche bezogen wissen: „Wir sind in einer Phase des Umbruchs von innen und von außen“.

