Landshut - pm (06.11.2026) Am Volkstrauertag, der in diesem Jahr auf den 15. November fällt, wird bundesweit der Opfer von Krieg, Terror und Gewaltherrschaft gedacht. Das diesjährige Thema des Volkstrauertags lautet „Flucht und Vertreibung“. Im gesamten Stadtgebiet finden dazu eine Reihe von Veranstaltungen statt,bei denen die Stadtteilvereine, die Bürgerschaft sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadt in besonderer Weise der Toten beider Weltkriege und der Opfer von Krieg, Terror und Gewalt in der Gegenwart gedenken.
Höhepunkt ist am Sonntag ab 16.30 Uhr die zentrale Gedenkfeier der Stadt auf dem Hauptfriedhof mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger.
Mit dem feierlichen Einzug um 16.30 Uhr vorbei an der Friedhofskapelle zur Aussegnungshalle beginnt die Gedenkfeier. Nach Begrüßung und Ansprache durch Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger folgt der Gedenkbeitrag zum Thema „Flucht und Vertreibung“, gestaltet von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Seligenthal sowie Dr. Mario Tamme und Dr. Doris Danzer von den Museen der Stadt Landshut. Nach einem kurzen Interview liest Autorin Natalja Kljutscharjowa am Ende des Gedenkbeitrags eine Passage aus einem ihrer Bücher. Kljutscharjowa lebt seit 2023 in Deutschland, aktuell in Landshut, und ist 2023 wegen ihrer Kritik am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit ihren zwei Kindern aus Russland geflohen. Sie erhielt in Deutschland bereits mehrere Preise für ihre Werke, unter anderem 2026 den Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit.
Außerdem werden zum Volkstrauertag in der Friedhofskapelle Schülerarbeiten zum Thema „Flucht und Vertreibung“ ausgestellt, sogenannte Erinnerungsschachteln. Diese werden nach dem Volkstrauertag im KOENIGmuseum zu sehen sein. Ebenfalls in der Friedhofskapelle ist eine Skulptur von Fritz Koenig ausgestellt. Sie trägt den Titel „Flucht“, stammt aus dem Jahr 1950 und ist inspiriert von Fritz Koenigs persönlichen Erfahrungen von Flucht und Vertreibung der Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkrieges – von Szenen also, die er als deutscher Wehrmachtssoldat an der Ostfront erlebt hatte.
Mit dem Zug zur Pietà der Weltkriegsopfer, einem gemeinsamen Gebet und dem Totengedenken mit Kranzniederlegung endet der offizielle Teil der Veranstaltung gegen 17.30 Uhr. Die musikalische Umrahmung übernehmen der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut und die Stadtkapelle.
Bereits am Sonntag, 8. November, findet in der Münchnerau nach dem 9-Uhr-Gottesdienst um circa 9.45 Uhr die Gedenkfeier am Kriegerdenkmal auf dem Friedhof statt. Die Gedenkansprache hält Zweite Bürgermeisterin Patricia Steinberger.
Im Stadtteil Achdorf findet die Gedenkfeier, organisiert durch den Bürgerverein Achdorf, am Samstag, 14. November, beginnend mit der Gedenkmesse um 17.30 Uhr in St. Margaret statt. Gegen 18.30 Uhr erfolgt am Ehrenmal die Kranzniederlegung und Segnung unter Mitwirkung der Pfarrei St. Margaret, der Freiwilligen Feuerwehr Achdorf, der teilnehmenden Vereine, der Stadtkapelle und des Männergesangverein Liederkranz Achdorf. Dabei wird der Vorsitzende des Bürgervereins Achdorf, Gerd Steinberger, die Gedenkrede auch im Namen der Stadt halten.
In Schweinbach findet am Sonntag, 15. November, findet der Gottesdienst um 8 Uhr mit Stiftspropst Franz Joseph Baur statt, anschließend, gegen 8.45 Uhr, die Gedenkfeier. Dabei spricht Dritter Bürgermeister Hans-Peter Summer die Gedenkrede.
Am Hofberg findet die Gedenkveranstaltung am Sonntag, 15. November, um 10 Uhr, nach dem Gottesdienst um 9 Uhr statt. Die Gedenkrede hält Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger.

