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Ein „Star zum Anfassen“, ein besonderer Moment: Regierung von Ndby. richtet Ferienseminar für Berufsfachschüler aus

RegierungsvizepraesidentinMonikaLinseisen

Besonderer Moment zum Abschluss: Beim persönlichen Austausch mit Regierungsvizepräsidentin Monika Linseisen (Mitte) erhielten die Jugendlichen unter anderem spannende Einblicke in ihre Arbeit, aktuelle Themen und Karrierewege der Staatsverwaltung. Mit dabei war auch Regierungsschuldirektor Roland Ilg (rechts), unter dessen Leitung das von der Regierung von Niederbayern organisierte Ferienseminar stattfand. - Foto: Regierung von Niederbayern

Holzhausen/Landshut - pm (16.08.2026) Auf Einladung der Bayerischen Staatsministerin für Unterricht und Kultus, Anna Stolz, sind vergangene Woche besonders engagierte Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschulen aus ganz Bayern zum diesjährigen Ferienseminar zusammengekommen.

Insgesamt 15 Schüler verbrachten fünf abwechslungsreiche Tage im Bildungshaus „Bayerische Trachtenjugend“ in Holzhausen in Landshut. Ausgerichtet wurde das Seminar von der Regierung von Niederbayern unter der Leitung von Regierungsschuldirektor Roland Ilg.

Das Ferienseminar würdigt Jugendliche, die sich im schulischen Alltag und darüber hinaus durch besonderes Engagement auszeichnen – etwa als Klassensprecher, in sozialen Projekten oder durch schulübergreifende Aktivitäten. Ziel ist es, ihnen Raum für neue Erfahrungen zu geben und den Austausch unter engagierten jungen Menschen zu fördern.

Gelungener Auftakt

Das Programm verband gesellschaftliche und kulturelle Themen, traditionelles Handwerk und persönliche Entwicklung mit zahlreichen gemeinschaftlichen Aktivitäten.

Nach der Anreise und Begrüßung ging es zunächst darum, sich kennenzulernen und als Gruppe zusammenzufinden. Bei einem „Warm-up“ mit persönlichem „Teambuilding“ konnten erste Kontakte geknüpft und schnell Berührungsängste abgebaut werden. Passend dazu wurden Impulse zu Resilienz und Stresskompetenz in Schule und Ausbildung aufgegriffen.

Dass dieser Ansatz bei den Jugendlichen ankam, brachte ein Teilnehmer auf den Punkt: „Ich dachte erst, Ferienseminar klingt ein bisschen nach Schule in den Ferien. Aber nach dem ersten Nachmittag war klar: Das hier wird alles außer langweilig! Neue Leute, neue Ideen und irgendwie merkt man ziemlich schnell, dass jeder hier etwas Besonderes mitbringt.“

Den ersten gemeinsamen Tag ließ die Gruppe beim Kegeln auf der historischen Kegelbahn in Holzhausen ausklingen – eine gute Gelegenheit, die neuen Bekanntschaften in entspannter Atmosphäre weiter zu vertiefen.

Zivilcourage und ein „Star zum Anfassen“

Am Dienstag beschäftigten sich die Jugendlichen in einer Praxiswerkstatt mit Zivilcourage – einem Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Sie setzten sich in Rollenspielen damit auseinander, Verantwortung zu übernehmen, in schwierigen Situationen Haltung zu zeigen und für andere einzustehen. „Da merkt man, wie wichtig es ist, hinzusehen und nicht wegzuschauen“, sagte eine Schülerin nach der Einheit.

KabarettistMartinFrank GruppeEin besonderer Höhepunkt beim Ferienseminar: Beim „Meet & Greet“ mit Kabarettist Martin Frank (Reihe vorne, Mitte) erlebten die Jugendlichen in Begleitung von Regierungsschuldirektor Roland Ilg (rechts) einen persönlichen und humorvollen Austausch.

Für einen besonderen Höhepunkt sorgte anschließend das „Meet & Greet“ mit Kabarettist Martin Frank. Statt einer klassischen Bühnenveranstaltung erwartete die Schüler ein persönlicher und ungezwungener Austausch. In einer offenen Fragerunde konnten sie Frank direkt ansprechen und mehr über seinen Werdegang, seinen Beruf, das Leben als Künstler und die Welt hinter der Bühne erfahren. Als „Star zum Anfassen“ präsentierte sich der bekannte Comedian nahbar und humorvoll, sodass sich schnell ein lebendiges Gespräch entwickelte, bei dem viel gelacht wurde und zugleich deutlich wurde, wie viel Mut, Ausdauer und Persönlichkeit hinter einer erfolgreichen Karriere auf der Bühne stecken.

Am Nachmittag führte das Programm in die Stadt Landshut. Unter dem Motto „Landshut hallooo!“ zeigte der ehemalige Bereichsleiter „Schulen“ der Regierung von Niederbayern, Franz Schneider, den Ferienseminar-Teilnehmern die Höhepunkte der Stadt, darunter freilich die imposante Martinskirche.

Traditionelles Handwerk und Achtsamkeit

Am Mittwoch ging es nach Zwiesel. Dort stand mit dem Workshop „Glas bringt Licht in unser Leben“ ein traditionsreiches niederbayerisches Handwerk im Mittelpunkt. Die Jugendlichen erhielten in der Glasfachschule Einblicke in den faszinierenden Werkstoff Glas und konnten anschließend selbst ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Die Schüler fertigten in der schuleigenen Glashütte ein persönliches Glasobjekt und unterschiedlichen Glasschmuck vor dem Gasbrenner an.

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des aktiven Miteinanders. Am Vormittag wurde gemeinsam Brot für den späteren Grillabend gebacken. Anschließend lernten die Teilnehmer bei einer Führung durch das Trachtenkulturmuseum in Holzhausen einen weiteren Teil bayerischer Kultur und Tradition kennen. Für einen bewussten Gegenpol zum abwechslungsreichen Programm sorgte am Nachmittag eine Einheit zu Achtsamkeit und Yoga, die den bewussten Umgang mit den eigenen Ressourcen und Belastungen vertiefte. „Ich bin völlig entspannt und fühle mich wieder voll aufgetankt“, lautete des zufriedene Fazit des ein oder anderen nach der Yoga-Einheit.

Beim gemeinsamen Grillen und Abschlussabend mit Kegeln auf der historischen Kegelbahn blieb anschließend genügend Zeit, die Erlebnisse der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen.

„Besonderer Moment“: Gesprächsaustausch mit Regierungsvizepräsidentin

Zum Abschluss des Ferienseminars am Freitag ging es für die Jugendlichen noch einmal nach Landshut in die Regierung von Niederbayern. Dort wurden sie von Regierungsvizepräsidentin Monika Linseisen empfangen, die ihnen einen spannenden Einblick in ihren Arbeitsalltag und die vielfältigen Aufgaben der Regierung gab – von der Digitalisierung über die Energiewende bis hin zur zivilen Verteidigung. Außerdem stand sie den Jugendlichen rund um die vielfältigen Karrieremöglichkeiten im öffentlichen Dienst Rede und Antwort. Für die Ferienseminar-Mannschaft war der Besuch ein sichtlich besonderer Moment: „Man sitzt nicht jeden Tag mit einer Regierungsvizepräsidentin zusammen. Das war richtig aufregend“, meinte ein Schüler. Anschließend ging es weiter zur „Entdecker-Tour“ ins „LANDSHUTmuseum“, wo die Gruppe die Stadtgeschichte Landshuts interaktiv erlebte.

Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen hieß es Abschied nehmen, bevor die Jugendlichen am Nachmittag ihre Rückreise antraten.

Die fünf Seminartage zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig die Inhalte des Ferienseminars waren: Zivilcourage und persönliche Entwicklung, Kultur, handwerkliche Erfahrungen, Achtsamkeit und gemeinschaftliches Erleben griffen ineinander und machten das Programm zu einer abwechslungsreichen Mischung – weit über klassische schulische Inhalte hinaus.

Für Roland Ilg war dabei besonders der Austausch zwischen den Jugendlichen prägend:

„Innerhalb weniger Tage entstand eine Gemeinschaft, die zeigt, wie viel Potenzial in engagierten jungen Menschen steckt.“ Zum Abschluss fasste eine Teilnehmerin die Stimmung der Gruppe treffend zusammen: „Ich dachte am Anfang nicht, dass es so eine coole Woche werden wird.“

Was ihre Schülerkollegin bekräftigte: „Ich nehme echt viel mit – neue Freunde, neue Ideen und das Gefühl, dass ich mehr kann, als ich dachte.“

 

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