Landshut – pm (30.10.2026) Ob in Kita, Schule oder außerschulischen Projekten: Leseförderung lebt von Menschen, die Kinder und Jugendliche für Sprache, Geschichten und Bücher begeistern. Genau diesen Einsatz würdigt der Deutsche Lesepreis. Auch 2027 zeichnen die Stiftung Lesen und ihre Partner herausragende Projekte und Persönlichkeiten aus, die Zugänge zum Lesen schaffen und Lesefreude wecken. Wie wichtig dieser Einsatz ist, zeigen aktuelle Studien:
Jedes vierte Kind kann am Ende der Grundschulzeit nicht ausreichend gut lesen. Und auch ein Drittel der Jugendlichen verfügt nicht über die Lesekompetenzen, die sie für Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe benötigen. Umso wichtiger sind Menschen und Initiativen, die sich mit Kreativität, Ausdauer und neuen Ideen für die Leseförderung einsetzen. Aus knapp 400 Bewerbungen schafften es 50 Projekte und Personen in fünf Kategorien auf die Shortlist. Mit dabei sind Prof. Dr. Sandra Eisenreich, Professorin an der HS Landshut und Initiatorin der evidenzbasierten, adaptiven 1:1 Leseförderung klugidu aus Landshut. klugidu überzeugt durch didaktische Fundierung, spürbare Entlastung für die Lehrkräfte und motivierende Leseerlebnisse bei den Kindern.
Der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Deutsche Lesepreis ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung und wird im März 2027 zum 14. Mal verliehen. Ausgezeichnet werden innovative Maßnahmen der Leseförderung, denn Lesekompetenz ist eine zentrale Voraussetzung für Bildungserfolg, berufliche Perspektiven und Teilhabe – und damit für eine resiliente und zukunftsfähige Gesellschaft. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft von Staatsminister für Kultur und Medien Dr. Wolfram Weimer und wird von den Kategoriepartnern Arnulf Betzold GmbH, Deutscher Städtetag und Deutsche Fernsehlotterie, Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH, Wort & Bild Verlag und PwC-Stiftung unterstützt.
Prof. Dr. Sandra Eisenreich, Initiatorin und Geschäftsführerin von klugidu: „Lesen lernen darf kein Frust sein, sondern muss Freude und Neugier wecken. Genau daran arbeiten wir bei klugidu jeden Tag. Zu sehen, dass unser Ansatz nun mit der Nominierung für den
renommierten Deutschen Lesepreis auf bundesweiter Ebene sichtbar wird, ist ein großer Schritt und bedeutet uns enorm viel!”
Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, betont: „Erst vor wenigen Wochen haben die jüngsten PISA-Ergebnisse erneut gezeigt, wie alarmierend es um die Lesekompetenz in Deutschland steht. Leseförderung muss deshalb endlich zur politischen und gesellschaftlichen Priorität werden. Die Nominierten für den Deutschen Lesepreis 2027 zeigen, wie das gelingen kann: mit Kreativität, Mut und großem Engagement.“
Astrid Kießling-Tascin, Vorständin der Commerzbank-Stiftung, ergänzt: „Gerade in einer Zeit, in der die Lesekompetenz vieler junger Menschen Anlass zur Sorge gibt, braucht es Menschen, die Verantwortung übernehmen und neue Wege gehen. Genau das tun die Nominierten für den Deutschen Lesepreis 2027. Mit ihrem Einsatz schaffen sie Zugänge zum Lesen und stärken Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung. Wir gratulieren allen Nominierten herzlich und bedanken uns für ihren vorbildlichen Einsatz.“

