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Oßner: Bund startet 2-Milliarden-Programm für den Ausbau des schnelles Internet

aa an anf aa baggerDie Versorgung des ländlichen Raumes mit schnellem Internet ist in der Region nach wie vor ein dringendes Thema. Wie Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (CSU) mitteilt, können die Kommunen bald mit finanzieller Unterstützung des Bundes beim Breitbandausbau rechnen. „Die Bundesregierung stellt zwei Milliarden Euro für ein neues Förderpro- gramm zur Verfügung“, sagt Oßner.

Damit solle der Ausbau von Netzen mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Mbit pro Sekunde in Gebieten forciert werden, in denen in den kommenden drei Jahren kein privater Investor für Verbesserung sorge. Die Richtlinien, die derzeit noch innerhalb der Bundesministerien und mit den Ländern abgestimmt werden, sollen laut Oßner noch in diesem Jahr in Kraft treten.

Das Geld für das Förderprogramm stammt aus dem Bundeshaushalt (1,4 Milliarden Euro) und der Versteigerung frei werdender Rundfunkfrequenzen im Mai und Juni (rund 600 Millionen Euro). Für die Verwendung stehen den Kommunen zwei Modelle zur Verfügung: Beim Wirtschaftlichkeitslückenmodell soll mit der Förderung die Lücke gefüllt werden, die bei einem unrentablen Ausbau – zum Beispiel in sehr dünn besiedelten Gebieten – entsteht.

Beim Betreibermodell finanzieren Kommunen mit den Zuschüssen die Infrastruktur und stellen diese den Betreibern von Telekommunikationsnetzen zur Verfügung.

Der Fördersatz des neuen Programms soll laut Oßner in der Regel bei 50 Prozent der förderfähigen Kosten liegen. „In Regionen mit geringer Wirtschaftskraft können auch bis zu 70 Prozent übernommen werden.“ Die Zuschüsse seien auf zehn Millionen Euro pro Ausbauprojekt begrenzt, könnten aber in Einzelfällen bis auf 15 Millionen Euro steigen. „Wichtig ist, dass die Kommunen einen Eigenanteil von mindestens zehn Prozent aufbringen“, sagt Oßner.

Neben dem Ausbau werden auch einmalig Planungs- und Beratungsleistungen bis zu 50 000 Euro gefördert.

Die Förderanträge der Kommunen werden vom Bund anhand eines Punktemodells bewertet und bewilligt. Die Kriterien dafür sind unter anderem der Bedarf an schnellem Internet, die Geschwindigkeit des künftigen Netzes und die Wirtschaftlichkeit des Projekts. Das Programm wird voraussichtlich bis Ende 2019 laufen und kann mit Landes- und EU-Förderprogrammen kombiniert werden. Oßner: „Damit leistet der Bund einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume wie unserer Region.“

Im Bild: Bald schon können die Städte und Gemeinden die Bagger arbeiten lassen. Mit dem neuen Breitbandförderprogramm des Bundes soll die digitale Infrastruktur auch in der Region weiter verbessert werden.

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