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Ein Jahr Studium, Reisebüro-Praktikum und eine neue Familie - Stipendiatin berichtet über Amerika

gambke praktikant

(18.02.2017) Nach Abschluss des Austauschjahres in Amerika traf sich der Bundestagsabgordnete Dr. Thomas Gambke mit der ehemaligen Stipendiatin Christina Halbritter, um über die Erfahrungen zu sprechen.

„Mein Jahr in den USA werde ich nie vergessen. Ich hatte die Möglichkeit Amrika von einer ganz anderen Seite kennenzulernen, habe Freundschaften geschlossen und eine zweite Familie bekommen. Das PPP war nur ein Jahr, aber es wird mein ganzes weiteres Leben beeinflussen.“ Mit diesen Worten zog Christina Halbritter ein Resümee. Die junge Frau aus Neustadt/Donau war vom August 2015 bis August 2016 als Stipendiatin des Parlamentarischen Patenschafts-Programmes (PPP) in Amerika. Jetzt traf sie sich mit ihrem Paten, dem grünen Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Gambke zur Nachbereitung und als Rückblick.
Christina Halbritter lebte bei Ihrer Gastfamilie nördlich von Los Angeles und besuchte ein halbes Jahr in Santa Clarita das College und studierte im Bereich „Marketing und Hospitality Management“. Daran schloss sich ein halbes Jahr Praktikum in einer Reiseagentur an.
Sie berichtete nicht nur von Ihren Reise- und Schul-Erlebnissen, sondern das Gespräch ging schnell um die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in den USA. Und Christina will trotz der sehr positiven Zeit nicht dauerhaft in den USA leben. Ein Grund ist für sie das zu schwache soziale Sicherungssystem. Als Beispiel führt sie eine Kollegin im Praktikum an, die erst einmal einige Wochen sparen und sich mit Schmerztabletten behelfen musste, um die US$ 2.000 für die notwendige Zahnarztbehandlung zu haben. In diesem Bereich hat Obama zwar viel für die „Durchschnittsbevölkerung“ getan, der jetzige Präsident will dieses Programm jedoch wieder zurückfahren.
„Es ist für mich immer eine Bereicherung, wenn ich mit den jungen Menschen nach ihrer Rückkehr sprechen kann. Frau Halbritter hat in dem einen Jahr nicht nur viel gesehen und gelernt, sondern daraus auch eine differenzierte Haltung gezogen“, freut sich Dr. Gambke. „Ich bin mir sicher, dass der Jugendaustausch eine der mächtigsten Werkzeuge für eine demokratische, tolerante Grundhaltung ist. Wir sollten das noch viel mehr fördern.“
Das Parlamentarische-Patenschafts-Programm ist ein Jugend-Austausch-Programm, das vom Deutschen Bundestag und dem amerikanischen Kongress initiiert wurde. Sowohl Schüler*innen als auch junge Berufstätige aus Deutschland und den USA erhalten ein Stipendium für ein Austauschjahr im jeweils anderen Land. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sind „junge Botschafter“ für die politischen und kulturellen Werte ihres Landes. Eine Besonderheit des Programms ist, dass Abgeordnete des Deutschen Bundestages eine Patenschaft für jeden deutschen und jeden amerikanischen Stipendiaten übernehmen.

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