Altdorf - pm (22.08.2020) Schon beim Betreten des Büros fällt einem die einladende Einrichtung auf. Hier will man bleiben. Ein Ort an welchem Bürger ernst genommen werden. "Es liegen aufregende gestalterische Zeiten vor uns", so der neue erste Bürgermeister Sebastian Stanglmaier. Der dringend notwendige Neubau und die Sanierungsarbeiten der Grundschule sowie des Bauamtes, in etwa 21 Millionen Euro Kosten, soll ab August beginnen und für Grundschüler und Mitarbeiter des Bauamts in Altdorf ein angenehmes Lern- und Arbeitsklima schaffen. Eine große Herausforderung ist der Personalmangel im Bereich der Kinderbetreuung. "Uns fehlen Erzieher und Kinderpfleger um eine weitere Kindergartengruppe anbieten zu können", schilderte Stanglmaier die Situation.
"Die nicht bezahlte schulische Ausbildung ist sicherlich kein werbender Grund diesen gesellschaftlich notwendigen Beruf zu erlernen", wendete die Landtagsabgeordnete Ruth Müller ein. Auch der Kinderhort sei an seiner Belastungsgrenze angekommen und müsse deshalb in den nächsten Jahren ausgebaut werden.
Eine große Zukunfts-Baustelle sieht Stanglmaier auch im Bereich des Wohnungsbaus:
"Die Wohnraum Situation in Altdorf gestalte sich in Altdorf besonders schwierig", erzählte der erste Bürgermeister auf Nachfrage der Landtagsabgeordneten. Der Hochwasserschutz und die kompakte Fläche der Marktgemeinde schränken die baupolitischen Möglichkeiten extrem ein, welches einen Wegzug der jungen Gemeindemitglieder zur Folge habe. "Hier gilt es aufzuholen und neuen Wohnraum zu erschließen", bekräftigte Stanglmaier. Er plane neuen Wohnraum auch im Hinblick auf eine Wohnungsbaugenossenschaft. "Günstiger Wohnraum für Familien ist ein Grundpfeiler für eine funktionierende Gesellschaft. Die Miete für eine normale Wohnung darf nicht die Hälfte eines Monatseinkommens verschlingen", pflichtete Müller bei. Als Landschaftsarchitekt sei er es aber gewohnt, in großflächigen Räumen zu denken und zu gestalten, das wolle er nun auch für Altdorf - in Kooperation mit der Stadt Landshut - umsetzen.
Auch im Segment des Ehrenamtes gibt es Herausforderungen für den Bürgermeister. So sucht der größte Sportverein in Altdorf dringend einen neuen Vorstand. "Sich in seiner Heimatgemeinde einzubringen, ist ein wichtiger Teil des sozialen Zusammenlebens und so könne man nur hoffen, dass sich engagierte Menschen finden, die sich für den Sport und die Jugend in der Markgemeinde einbringen", erwiderte Ruth Müller. Kommune, Vereine und die Bürger tragen am Ende die Verantwortung für eine gelingende Zukunft - und zwar gemeinsam.
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Foto: Pascal Padua

