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Nachhaltiger bauen und handeln: Abgeordnete Oßner und Radlmeier bei Leipfinger-Bader

Leipfinger Bader

Über die verheerenden Auswirkungen des Stopps der KfW-Förderung für energieeffiziente Häuser sprachen Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (2.v.r.), Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (l.), der Geschäftsführer der Leipfinger-Bader Ziegelwerke Thomas Bader (2.v.l.) und Clemens Gaißmaier von Leipfinger-Bader (r.).

Vatersdorf - pm (17.03.2022)  Wie kann man in Deutschland nachhaltiger bauen? Darüber diskutierten Thomas Bader, Geschäftsführer der Leipfinger-Bader Ziegelwerke, sowie die CSU-Abgeordneten im Bundestag, Florian Oßner und Landtag, Helmut Radlmeier.

Zur Sprache kam auch, wie verheerend das Hin und Her bei der KfW-Förderung für energieeffiziente Häuser ist, gerade in dieser Zeit der Unsicherheit und hoher Inflation. Als „ein Desaster“ bezeichnete Thomas Bader das zwischenzeitliche Aus der KfW-Förderung für Energiesparhäuser. Die Bundesregierung hatte Ende Januar völlig überraschend Förderungen für energieeffiziente Häuser vorzeitig gestoppt. „Die Folgen dieser Entscheidung sind gravierend – und sicher nicht im Sinne der Erfinder“, machte Bader klar und verdeutlichte das anhand einiger Beispiele aus der Praxis: Viele Hausbauer seien angesichts des Förderstopps in den letzten Wochen umgeschwenkt. Statt energieeffizienter Häuser würden sie nun verstärkt Standardhäuser bauen. „Wir sehen hier in der Branche einen starken Einbruch bei der Nachfrage nach energieeffizienten Häusern“, hielt Bader fest. Das eigentliche Ziel, mehr Energie im Gebäudesektor einzusparen, werde dadurch konterkariert.

Chaos durch KfW-Stopp

Genau das war zu befürchten, bekräftigten Bundestagsabgeordneter Florian Oßner und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier. Die Abgeordneten hatten den unvermittelten Förderstopp kritisiert, weil damit viele Hausbauer quasi über Nacht vor einer Finanzierungslücke standen. „Der schlagartige Stopp der Förderung ohne Vorankündigung war der Supergau“, kritisierte Oßner. „Die Ampel-Regierung hat neben der verspielten Glaubwürdigkeit auch völlig die soziale Dimension außer Acht gelassen: Wohneigentum ist der beste Schutz vor Altersarmut bei den stark steigenden Mieten in unserer Heimatregion. Deshalb haben wir als Union mit einem eigenen Antrag zur Weiterförderung im Bundestag dagegengehalten“, hielt der Haushälter Oßner fest. Außerdem sei das Vertrauen in staatliches Handeln nun massiv beschädigt, wie Helmut Radlmeier anfügte: „Zuerst kam der Stopp, dann hieß es, dass Anträge bis zu einem Stichtag noch bearbeitet werden. Seit Kurzem kann man nun doch wieder Förderungen, allerdings nur für Sanierungen, beantragen. Dieses Chaos macht es für Häuslebauer unmöglich zu planen“, so Radlmeier.

Thomas Bader veranschaulichte zudem die wirtschaftliche Dimension: „Der Bau eines Hauses ist immer eine direkte Förderung der regionalen Wertschöpfung. Von der Erschließung über den Rohbau bis hin zum Innenausbau: All das wird in der Regel durch regionale, mittelständische Betriebe durchgeführt. Wer also am Hausbau sägt, der sägt an der regionalen Wirtschaft – und damit auch an Steuereinnahmen“, gab Bader zu Bedenken. Die Gesprächspartner wünschten sich hier von der rot-grün-gelben Bundesregierung unisono nachhaltigeres Handeln. Ebenso besprachen Bader, Oßner und Radlmeier wie das Bauen an sich nachhaltiger werden könne.

 Innovationen für mehr Nachhaltigkeit

Die Baubranche habe hierzu bereits gute Lösungen gefunden, erläuterte Bader. „In unserem Unternehmen setzen wir beispielsweise auf die Kreislaufwirtschaft. Unseren Kunden bieten wir an, Ziegelbrüche wieder abzuholen. Aus dem Bruchmaterial entstehen dann neue Ziegel, zum Beispiel im Rahmen unseres ‚Kaltziegels‘, einem Ziegel, der nicht gebrannt werden muss und zum Großteil aus recyceltem Material besteht“. „Ferner sparen wir mit dem richtigen Management und neuester Technik ganz gezielt Energie schon bei der Produktion unserer Ziegel. Ein Beispiel ist unsere Abluftreinigungsanlage. Mit der sparen wir CO₂ und nutzen die Abwärme zugleich zur Trocknung“, führte Bader aus. Dank derartiger Innovationen bleibe der bewährte Ziegel auch in Zukunft ein Stoff, auf den man bauen könne, war man sich einig.

 

 

 

Foto: Josef Amann (frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle).

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