
Landshut - FFW (31.05.026) Ordentlich Nervenstärke hat ein Bewohner der Oberndorferstraße am letzten Freitag bewiesen. Der Mann aus der unmittelbaren Nachbarschaft der Feuerwache Siedlung hatte zu diesem Zeitpunkt einen Brand in seiner Elektroverteilung festgestellt. Da die Einsatzörtlichkeit nur ein paar Häuser von der Feuerwache Siedlung entfernt war, entschied sich der Mitteiler dafür, in die zufällig besetzte Feuerwache des Löschzugs Siedlung zu laufen, wo gerade eine Leistungsprüfung stattfand.
Dort meldete er das Brandereignis, woraufhin umgehend die anwesende Mannschaft des Löschzugs Siedlung ausrückte und parallel weitere Kräfte aus Altdorf über die Leitstelle Landshut alarmiert wurden. Erste Löschversuche aus der Distanz, die von Feuerwehrkameraden unternommen wurden, die dazu in zivil vor Ort waren, zeigten zwar Wirkung, allerdings war die Rauchausbreitung so groß, dass sich die Kameraden zurückziehen mussten. Parallel wurden die weiteren Bewohner durch die Einsatzkräfte evakuiert.
Die nachrückenden Einsatzkräfte gingen umgehend mit schwerem Atemschutz, Strahlrohr und CO-Löscher in das Gebäude vor. Hierbei konnte der Brand zügig unter Kontrolle und schlussendlich auch endgültig abgelöscht werden. Um eine mögliche Brandausbreitung auszuschließen, wurde das komplette Dachgeschoss mittels Wärmebildkamera kontrolliert. Hierbei musste die Wandverkleidung gewaltsam geöffnet werden, um sicherzustellen, dass keine Glutnester vorhanden sind. Nach Ende der Löschmaßnahmen wurde das gesamte Gebäude mit Überdrucklüftern belüftet.
Das Haus wurde durch die hinzugezogenen Stadtwerke stromlos geschaltet. Während des Einsatzes war die Oberndorferstraße auf Höhe der Feuerwache komplett gesperrt. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe ermittelt die Polizeiinspektion Landshut.
Schlussendlich konnte bei diesem Einsatz durch den raschen Hinweis des Bewohners und durch das schnelle Eingreifen der anwesenden Einsatzkräfte Schlimmeres verhindert werden. Da sich die brennende Elektroverteilung direkt unter der hölzernen Falltüre in den Dachboden befand, hätte ein längeres Brennen hier schnell zu einem Wohnungs- bzw. Dachstuhlbrand führen können.

