
Im praktischen Teil untersuchten die Teilnehmer Bodenproben, um Rückschlüsse auf Struktur, Feuchte und Gesundheitszustand der Flächen zu ziehen. - Foto: Stadt Landshut
Landshut - pm (20.03.2026) Zu einem ganztägigen Bodenworkshop haben sich kürzlich 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, überwiegend landwirtschaftliche Pächter städtischer Flächen, an der Landmaschinenschule Landshut-Schönbrunn getroffen. Die Fortbildung wurde vom Liegenschaftsamt und dem Amt für Umwelt-, Klima- und Naturschutz der Stadt Landshut in Zusammenarbeit mit „A.ckerwert – Nachhaltig Verpachten für Mensch und Natur“ veranstaltet.
Bodenpraktiker Hans Schiefereder gab Einblicke in die „Wunderwelt“ des Bodens und machte mit seinem Vortrag deutlich, wie komplex die chemischen, physikalischen und biologischen Wechselwirkungen im Boden sind und dass viele Zusammenhänge noch nicht vollständig erforscht seien. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Landwirte durch geeignete Bewirtschaftungsmaßnahmen das Bodenleben erhalten und verbessern können.
Im praktischen Teil auf den Übungsflächen der Landmaschinenschule wurde bei Versickerungsversuchen anschaulich gezeigt, wie unterschiedlich Böden Regenwasser aufnehmen und wie stark verdichtete Böden die Versickerung beeinträchtigen. Ergänzend untersuchten die Teilnehmer Bodenproben, um Rückschlüsse auf Struktur, Feuchte und Gesundheitszustand der Flächen zu ziehen.
Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie wichtig gesunde Böden für eine nachhaltige Landwirtschaft sind. Sie bilden die Grundlage für langfristige Bodenfruchtbarkeit, eine bessere Wasseraufnahmefähigkeit sowie wirksamen Erosionsschutz. Die Förderung der Bodengesundheit auf den Ackerflächen im Stadtgebiet Landshut leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität, zum Klima- und Naturschutz sowie zur Sicherung der regionalen Lebensmittelversorgung. Die Stadt und A.ckerwert planen, auch künftig ähnliche Bildungsangebote anzubieten, um nachhaltige Bewirtschaftungspraktiken vor Ort weiter zu stärken.

