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Raben wittern gegen Dresden Chance auf wichtige „Bonus-Punkte“

Rote Raben Dresden

Vilsbiburg - pm (01.02.2019) Ein echter Klassiker der Volleyball Bundesliga steht am Samstag, 19 Uhr, in der Ballsporthalle auf dem Programm. Rote Raben gegen Dresdner SC – dieses Duell hat eine lange, aufregende Geschichte und erlebt nun eine Neuauflage unter spannenden Vorzeichen.

Zwar erwartet der gastgebende Tabellenachte den aktuellen Dritten und Titelanwärter auf dem Papier als Außenseiter, doch im RabenNest herrscht „vorsichtiger Optimismus“, wie sich Cheftrainer Timo Lippuner ausdrückt. Denn während in Vilsbiburg nach zuletzt drei Siegen in vier Spielen, in denen neun von zwölf möglichen Punkten geholt wurden, die Formkurve klar nach oben zeigt, scheint beim DSC etwas Sand im Getriebe zu sein.

Am Mittwoch unterlag die Truppe von Coach Alex Waibl in eigener Halle gegen Aachen mit 2:3, zwei Wochen zuvor hatte schon Aufsteiger Straubing mit dem gleichen Resultat die Margon-Arena erobert. Dazwischen feierte Dresden zwei Siege gegen Münster (3:0) und in Erfurt (3:1). Dem DSC fehlt also momentan die Konstanz, aber Timo Lippuner spricht gleichwohl mit Hochachtung vor dem Gegner: „Dresden hat sehr hohe Qualität im Kader, ein sehr starkes Kollektiv, mit Mareen von Römer die wohl beste Regisseurin der Liga und legt ein beeindruckendes Spieltempo an den Tag.“

Auf der anderen Seite ist im RabenNest in den letzten Wochen mit dem Punktestand auch das Selbstvertrauen deutlich angewachsen. „Wenn man sich das TV-Spiel Dresden gegen Aachen angeschaut hat“, sagt Coach Lippuner, „wird in der Rückschau noch klarer, wie hoch unsere drei Punkte gegen Aachen am letzten Samstag einzuschätzen waren und welche Leistung wir da abrufen konnten.“ Jetzt, fügt der Schweizer hinzu, gehe es darum, dieses Niveau „erneut aufs Parkett zu bringen und sogar noch etwas zu steigern“.

Der Plan gegen Dresden knüpft an die jüngsten erfolgreichen Auftritte an. Lippuner: „Wir müssen mutig aufschlagen und aggressiv im Angriffsaufbau agieren, um den Favoriten ständig unter Druck zu setzen. Im Training haben wir deshalb mit viel Tempo gearbeitet, um dem Team auch unter Stress mehr Handlungsoptionen zu verschaffen und weiterhin die Abstimmung zu verbessern.“ Sollten Kapitän Leonie Schwertmann und Co. das Ziel des Trainers („Wir wollen dem Favoriten ein Bein stellen“) in die Tat umsetzen, wären das mit Blick auf die enge Tabellensituation quasi Bonus-Punkte.

Die Raben nehmen die große Herausforderung gegen den Deutschen Meister der Jahre 2014 bis 2016 und noch amtierenden Pokalsieger mit voller Besetzung in Angriff. Myrthe Schoot soll nach ihrer Meniskusverletzung erstmals seit Mitte Dezember wieder zum Kader gehören; als Libera auf dem Feld stehen wird gegen Dresden erneut Lenka Dürr, deren Engagement in Vilsbiburg bis Mitte des Monats weitergeht.

Auf Seiten der Gäste wird in der Ballsporthalle vor allem eine Spielerin im Fokus stehen: Lena Stigrot, die von 2009 bis 2018 im RabenNest vom jugendlichen Talent zur Nationalspielerin reifte, ehe sie im letzten Sommer nach Dresden wechselte. Nun kehrt die 24-Jährige für einen Abend in ihr früheres sportliches Wohnzimmer zurück – ein Aspekt, der dem ohnehin hochinteressanten Match eine besondere Note verleiht.

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