Landshut – gw (29.01.2024) Der Klassiker stand auf dem Programm: Der EV Landshut begrüßte am Freitag die Starbulls aus Rosenheim in voller Fanatec Arena. 4.448 Besucher lockte das Dauer-Derby an, bei dem es mehr geht als um einen Sieg, es geht um die Ehre. Es wurde bestens aufgetischt, es war wie ein drei Gänge Menü mit einen besonders üppigen Hauptgang aus fünf Toren. Der Appetit des EVL war riesig und die Rosenheimer bekamen von der Suppe gerade mal einen Imbiss mit.
Ungewöhnlich schnell startete Heiko Voglers Mannschaft gleich von Beginn weg in das Match. Sie wetzte die Messer vor dem Rosenheimer Tor und zeigten, wär die schärferen Kufen hat und den Gegner gar kochen will. Zum Entree der Vorspeise servierte Wade Bergman in der elften Minute das erste Tor, während Denis Shevyrin für Rosenheim auf der Strafbank saß. Plötzlich konnte der EVL auch Powerplay, was ebenso Julian Kornelli in der 14. Minute bewies, während Kevin Handschuh für die Starbulls eine Strafzeit absaß. So legte er mit dem 2:0 noch einen Löffel heiße Suppe ins Rosenheimer Tor nach.
Zum Hauptgang wurde richtig fett aufgetischt. Der Braten roch schon aus der Röhre, denn der EVL ließ an Druck nicht nach, schmorte die Rosenheimer wie im Dampftopf aus. Brett Cameron und Thomas Brandl schnitten schon mal den Festschmaus in der 24 und 29 Minute an und servierten zwei Leckere Tore ins Netz der Innstädter. Doch auch die Starbulls wollten an der Tafel zum Festschmaus teilhaben und konnten sich in Überzahl in der 31. Minute zumindest einen Knödel verdienen und in der 32. Minute noch mit einem Klecks Soße übergießen. Das Filetstück sicherte sich der EVL, der in der 35. Minute in Überzahl mit 5:2 den Schlusspuck im zweiten Drittel setzte.
Der Landshuter Appetit sollte zum Dessert noch größer werden. Brett Cameron war es, der in der 45 Minute mit seinem Treffer zum 6:2-Sieg das Buffet abräumte. Den Rosenheimern knurrte der Magen, ihre Fans waren durchaus unzufrieden mit der Leistung ihres Teams.
So rutscht der Traditionsverein aus Oberbayern immer tiefer in den Keller der Playdowns und muss mehr und mehr um seinen Klassenerhalt in der DEL2 bangen. Jammerschade wäre es, wenn es die Starbulls in den Abstiegstrichter einsaugt und die Niederbayern-Oberbayern-Derbys um Sieg und Ehre voerest nicht mehr wären, sollte Rosenheim zurück in die Oberliga müssen.
Der EV Landshut hingegen muss weiter seinen Torhunger beweisen um in der Tabelle vorne dran zu bleiben. Derzeit auf Platz sechs liegen Chrimmitschau, Kaufbeuren und Ravensburg nur maximal einen Punkt vor dem Landshuter Team. Jetzt muss sich zeigen, wer in den letzten zehn Spielen der Hauptrunde den längeren Atem hat, um sich die beste Ausgangslage für die Playoffs zu sichern.
Alle Ergebnisse vom 41. Spieltag:
|
EC Kassel Huskies |
Krefeld Pinguine |
1 - 3 |
|
EHC Freiburg |
EC Bad Nauheim |
4 - 2 |
|
EV Landshut |
Starbulls Rosenheim |
6 - 2 |
|
Bietigheim Steelers |
Lausitzer Füchse |
1 - 3 |
|
Dresdner Eislöwen |
Eisbären Regensburg |
2 - 0 |
|
Selber Wölfe |
ESV Kaufbeuren |
3 - 2 (SO) |
|
Ravensburg Towerstars |
Eispiraten Crimmitschau |
2 - 4 |
Die Tabelle nach dem 41. Spieltag:
|
Platz |
Mannschaft |
Spiele |
Punkte |
Tor +/- |
|---|---|---|---|---|
|
1. |
EC Kassel Huskies |
41 |
86 |
45 |
|
2. |
Eisbären Regensburg |
40 |
71 |
18 |
|
3. |
Eispiraten Crimmitschau |
41 |
66 |
8 |
|
4. |
Ravensburg Towerstars |
41 |
66 |
2 |
|
5. |
ESV Kaufbeuren |
41 |
65 |
10 |
|
6. |
EV Landshut |
41 |
65 |
9 |
|
7. |
Krefeld Pinguine |
41 |
62 |
3 |
|
8. |
Lausitzer Füchse |
41 |
59 |
1 |
|
9. |
EC Bad Nauheim |
41 |
59 |
0 |
|
10. |
EHC Freiburg |
42 |
58 |
-9 |
|
11. |
Selber Wölfe |
41 |
57 |
-12 |
|
12. |
Dresdner Eislöwen |
41 |
52 |
-14 |
|
13. |
Starbulls Rosenheim |
41 |
52 |
-22 |
|
14. |
Bietigheim Steelers |
41 |
43 |
-39 |
Galerie:

