
Die, die alles auf den Toiletten von Büros, Schulen, Kitas & Co. in Landshut wieder zum Glänzen bringen, sollen dafür einen besseren Lohn bekommen. - Foto: Tobias Seifert
Landshut - pm (27.10.2026) Sauber machen und dafür sauber bezahlt werden – das wollen die rund 870 Beschäftigten, die in Landshut in der Gebäudereinigung arbeiten. „Doch auf ein ordentliches Lohn-Plus warten Reinigungskräfte bislang vergeblich: Die Arbeitgeber schalten am Tariftisch auf stur“, sagt David Tabach von der IG BAU Niederbayern. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft fordert 2 Euro pro Stunde mehr. Dann würde der Stundenlohn für eine Gebäudereinigerin bei 17 Euro liegen.
„Doch die Arbeitgeber treten gewaltig auf die ‚Lohn-Bremse‘: Erst ab Mai nächsten Jahres soll es 1,8 Prozent – und damit lediglich 27 Cent pro Stunde – mehr geben. Das ist eine Farce. Denn das reicht nicht einmal, um die Inflation aufzufangen“, so David Tabach. „Weigern sich die Unternehmen weiterhin hartnäckig, ein ordentliches Angebot auf den Tisch zu legen, dann werden viele Reinigungskräfte den Stecker vom Staubsauger ziehen: Sie hängen ihren Job an den Nagel und suchen sich etwas anderes“, warnt David Tabach. Das würde die Betriebe „in erhebliche Schwierigkeiten bringen“. Denn das Personal in der Branche sei knapp.
Insgesamt gibt es in Landshut 23 Gebäudereinigungsunternehmen. Der Vorsitzende der IG BAU Niederbayern wird dabei deutlich: „Ab Januar steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 14,60 Euro pro Stunde. Eine Gebäudereinigerin verdient aktuell aber nur knapp darüber – nämlich 15 Euro. Warum soll sie für 40 Cent mehr ihren Wecker auf 3 Uhr morgens stellen, in aller Herrgottsfrühe aufstehen und sich dann auch noch krummmachen? Einen Job zum gesetzlichen Mindestlohn findet sie allemal auch woanders“, so David Tabach. Immerhin sei die Arbeit in der Gebäudereinigung auch noch „körperlich hart: ein Knochenjob“.

