Landshut – pm (05.11.2026) Die Warnstreikwelle in der Metall- und Elektroindustrie erreicht am Donnerstag das BMW-Werk Landshut. Die IG Metall ruft die Beschäftigten ab 9 Uhr zur Arbeitsniederlegung auf. Rund 650 Kolleginnen und Kollegen werden zur Warnstreikkundgebung an der Ohmstraße erwartet. Der Warnstreik beginnt um 9 Uhr und dauert bis 11:30 Uhr. Die zentrale Kundgebung findet ab ca. 10:45 Uhr an der Ohmstraße, Tor 1, statt.
„Wir erwarten rund 650 Kolleginnen und Kollegen. Wenn sie um 9:00 Uhr ihre Arbeitsplätze verlassen, wird die Produktion im BMW-Werk Landshut zum Erliegen kommen. Davon bin ich überzeugt“, erklärt Benjamin Freund, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Landshut und Mitglied der Verhandlungskommission. „Die Beschäftigten zeigen damit unmissverständlich: Jetzt müssen sich die Arbeitgeber am Verhandlungstisch bewegen.“
Auf der Kundgebung werden neben Freund auch Johannes Detterbeck, Leiter der IG Metall-Vertrauensleute im BMW-Werk Landshut, der Betriebsratsvorsitzende Bernhard Ebner sowie Adrian Abazi für die Jugend- und Auszubildendenvertretung sprechen.
Dabei wird auch die Forderung der jungen Generation eine zentrale Rolle spielen. Die IG Metall fordert neben 5 Prozent mehr Entgelt für die Beschäftigten 110 Euro mehr Ausbildungsvergütung in jedem Ausbildungsjahr.
Der Warnstreik in Landshut ist Teil der laufenden Warnstreikwelle in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Zuvor hatten sich bereits Beschäftigte mehrerer Betriebe in der Region an Arbeitsniederlegungen beteiligt. Weitere Warnstreiks sind angekündigt.
„Die Arbeitgeber haben es selbst in der Hand, wie sich diese Tarifrunde weiterentwickelt“, so Freund. „Unsere Kolleginnen und Kollegen erwarten ein Angebot, das ihrer Leistung gerecht wird und echte Bewegung in die Verhandlungen bringt. Solange das nicht passiert, werden wir den Druck Schritt für Schritt erhöhen.“

