Stadt und Landkreis Landshut - pm (05.11.2026) Der Verwaltungsrat der LA-Regio Kliniken hat in seiner Sitzung am 4. November richtungsweisende Beschlüsse zur künftigen Führungsstruktur des Klinikverbunds gefasst. Ziel ist es, die erfolgreiche Integration der drei bisherigen Klinikträger konsequent fortzuführen und die medizinische, organisatorische und wirtschaftliche Zukunft des gemeinsamen Unternehmens nachhaltig zu sichern.
Jakob Fuchs wird seine Position im Vorstand zeitnah niederlegen und in den Staatsdienst zurückkehren, was spätestens 2029 aufgrund beamtenrechtlicher Vorgaben ohnehin zwangsläufig der Fall gewesen wäre.
„Wir haben gemeinsam die drei bisherigen Klinikunternehmen mit der Fusion zusammengeführt und wichtige Weichen für die Zukunft der LA-Regio Kliniken gestellt. Die Weiterentwicklung der Führungsstruktur ist ein konsequenter und sinnvoller Schritt, um den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortzusetzen“, betonen die drei Vorstandsmitglieder Judith Angerer, Jakob Fuchs und André Naumann.
Fusion zeigt erste Erfolge – wichtige Weichen für die Zukunft gestellt
Seit dem Zusammenschluss des Kinderkrankenhauses St. Marien Landshut, des Klinikums Landshut und der LAKUMED Kliniken zum 1. Januar 2026 wurden bereits zahlreiche wichtige Schritte umgesetzt. Verwaltungs- und Tarifstrukturen wurden vereinheitlicht, standortübergreifende Prozesse abgestimmt, gemeinsame Leitungsstrukturen geschaffen und die Zusammenführung der IT auf den Weg gebracht.
Besonders wichtige Fortschritte wurden auch bei der medizinischen Zukunftssicherung erzielt. In enger Abstimmung mit dem zuständigen Ministerium und den kommunalen Entscheidungsträgern konnten durch die strategische Ausrichtung und die Leistungsgruppenanträge wesentliche Grundlagen für das künftige medizinische Angebot und die Perspektiven der einzelnen Standorte geschaffen werden.
„Das bisherige Vorstandsteam aus Judith Angerer, Jakob Fuchs und André Naumann hat die Kliniken erfolgreich durch die erste Phase der Fusion geführt und wichtige Entscheidungen für die Zukunft auf den Weg gebracht. Dafür gilt allen drei unser ausdrücklicher Dank“, erklärt Landrat Alfred Holzner als Verwaltungsratsvorsitzender. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Führungsstruktur an die kommenden Herausforderungen anzupassen und den Transformationsprozess weiter zu stärken.“
Dreiköpfiger Vorstand mit neuer Führungsspitze
Mit Judith Angerer als Personal- und IT-Vorständin sowie André Naumann als kaufmännischem Vorstand bleiben zwei Mitglieder des bisherigen Vorstandsteams in ihren Funktionen. Damit setzt der Verwaltungsrat bewusst auf Kontinuität und die Nutzung des vorhandenen Wissens über die gewachsenen Strukturen des Klinikverbunds.
Der dreiköpfige Vorstand soll auch künftig bestehen bleiben. Die dritte Position soll mit einer externen Führungspersönlichkeit besetzt werden, die insbesondere Erfahrungen mit komplexen Krankenhauszusammenschlüssen und umfassenden Transformationsprozessen mitbringt. Diese Person soll zugleich den Vorstandsvorsitz übernehmen.
Die Auswahl soll in enger Abstimmung zwischen dem Verwaltungsrat und den beiden verbleibenden Vorstandsmitgliedern erfolgen.
Landrat Alfred Holzner und Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger betonen gemeinsam: „Wir setzen auf die bewährten Kompetenzen unserer bisherigen Führung und wollen diese gezielt durch neue Erfahrungen und einen unabhängigen Blick von außen ergänzen. Unser gemeinsames Ziel ist es, die LA-Regio Kliniken mit medizinischer Qualität, wirtschaftlicher Stabilität und einer starken regionalen Versorgung zukunftsfähig aufzustellen.“
Medizinische und pflegerische Führung wird gestärkt
Ergänzend zur Vorstandsebene ist die Besetzung eines Medizinischen Direktors in beratender Funktion vorgesehen. Die Auswahl einer geeigneten Persönlichkeit soll in den kommenden Wochen erfolgen.
Bereits ernannt wurde René Marx zum Pflegedirektor des LA-Regio Klinikverbunds. Er hatte diese Funktion bereits seit 2022 bei den LAKUMED Kliniken inne.
Mehr Verantwortung an den Klinikstandorten
Auch die operative Führung soll weiterentwickelt werden. Für den Flächenstandort Landshut mit den Gebäudeteilen Landshut-Mitte und Landshut-Achdorf ist künftig eine einheitliche operative Leitung vorgesehen. Darüber hinaus sollen auch die Fachklinikstandorte eigene operative Leitungen erhalten.
Damit sollen klare Verantwortlichkeiten geschaffen, Entscheidungswege verkürzt und die betrieblichen Abläufe vor Ort gestärkt werden. Der Vorstand wurde beauftragt, die entsprechenden Positionen intern und extern auszuschreiben.
Gemeinsamer Kurs für eine sichere Zukunft
Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger als stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender begrüßt die Beschlüsse: „Ich freue mich, dass wir diese wichtige Zukunftsentscheidung in großer Übereinstimmung zwischen den Vertretern der Stadt und des Landkreises sowie gemeinsam mit dem bisherigen Vorstandsteam treffen konnten. Mein besonderer Dank gilt Jakob Fuchs für seinen Einsatz und sein Engagement bei der erfolgreichen Umsetzung der Fusion. Für seinen weiteren beruflichen Weg wünschen wir ihm alles Gute.“
Die beschlossene Neuordnung versteht der Verwaltungsrat ausdrücklich als konsequente Weiterentwicklung des bisherigen Kurses. Die Zusammenführung dreier eigenständiger Klinikorganisationen bleibt ein mehrjähriger Transformationsprozess, der auch künftig eine starke und handlungsfähige Führung erfordert.
Mit bewährten internen Führungskräften, zusätzlicher externer Expertise und einer gestärkten operativen Verantwortung an den Standorten sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden.
Das übergeordnete Ziel bleibt unverändert: Die LA-Regio Kliniken als leistungsfähigen und zukunftssicheren Gesundheitsversorger weiterzuentwickeln, die medizinische Versorgung in Stadt und Landkreis Landshut nachhaltig zu stärken und langfristig alle Klinikstandorte zu sichern.

