
Erst gegen 21.30 Uhr konnte der völlig ausgebrannte Linienbus von einem Tieflader abtransoortiert werden - Foto Stadtwerke (Susanne Frank)
Dominik Sowada, der Fahrer des Unglücksbusses, geht es soweit gut, heißt es heute in einer Pressemitteilung der Stadtwerke Er brachte gestern (Montag, 7.07.) gegen 16 Uhr geistesgegenwärtig 15 Fahrgäste in derEichedorfstraße beim Kinderkrankenhaus - in Sicherheit und bewahrte sie vor Schlimmeren. Der 42-Jährige handelte sehr schnell, öffnete sofort die Türen.
Die Fahrgäste konnten zügig aussteigen und sollten mindestens 50 Meter vom Bus weggehen. Binnen weniger Minuten stand der Bus in meterhohen Flammen.
Dank Sowadas besonnenen Handelns wurde keiner der Fahrgäste verletzt. Er selbst kam mit Verdacht auf eine leichte Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Bis Mitternacht untersuchten ihn die Ärzte, dann durfte er nach Hause. "Mir geht es soweit ganz gut", sagt er am Morgen danach. "Schlafen konnte ich aber nicht. Die ganze Aufregung und der Schreck haben sich noch nicht gelegt. Ich bin froh, dass alles so gut ausgegangen ist."
Spektakulär war nach der Brandbekämpfung auch die Bergung des Buswracks. Der Bus konnte nicht mehr abgeschleppt werden, so dass ein Kran und ein Tieflader geordert werden mussten. Nachdem der Kran aufgebaut und die Trageketten an den Felgen befestigt waren, hob der Kranführer das Buswrack auf den Tieflader, der ihn schließlich um ca. 21.20 Uhr abtransportierte. Im Anschluss kamen das Kehrmaschinenfahrzeug der Stadt und der Spülwagen der Stadtwerke zum Einsatz, um die Straße wieder zu säubern. Am Brandhort wurde die Straße etwas beschädigt.
Die Stadtwerke haben das Unglück gleich der Versicherung gemeldet. Vom Versicherer wurde ein Gutachter der DEKRA bestellt. Über die Schadenshöhe kann erst eine Aussage getroffen werden, wenn alles in Augenschein genommen wurde. Aller Voraussicht nach wird der Bus im Laufe des morgigen Nachmittags begutachtet. Sobald wir Informationen über die Schadenshöhe haben, lasse ich es Sie natürlich wissen. Busbrände kommen nach Angaben der Versicherung glücklicherweise selten vor. Demnach würden bei 50.000 versicherten Bussen pro Jahr insgesamt rund 60 Meldungen vom kleinen Motorbrand bis zum Totalausbrand eingehen.
Die Stadtwerke Landshut danken ausdrücklich allen Helfern für ihren engagierten Einsatz und sind froh, dass dieses Unglück so glimpflich gelaufen ist.

