Landshut - pm (08.04.2026) Für den heutigen Mittwoch hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten des Verkehrsbetriebs Landshut zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen. Keiner der städtischen Busse verlies das Depot. Hintergrund sind die Tarifverhandlungen im TV Nahverkehr Bayern, die kommenden Mittwoch in die mittlerweile fünfte Runde gehen. Bei einer Streikkonferenz im Landshuter Gewerkschaftshaus diskutierte ein Teil der Belegschaft den bisherigen Verlauf der Tarifrunde.
In der vierten Verhandlungsrunde am 23. März gab der Arbeitgeberverband seine Blockadehaltung auf und ging erstmalig auf die Forderungen der Gewerkschaft ein. Die zuletzt ausgeweiteten Streikaktivitäten zeigten offenbar Wirkung. Für einen Abschluss waren die Differenzen jedoch zu groß.
"Es war etwas ernüchternd, das festzustellen: Am Verhandlungstisch zählt die Argumentation offenbar sehr viel weniger als die Intensität der letzten Streiks in Bayern.", sagt Nicolaus Riebl, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär in Niederbayern. "Die Beschäftigten in Landshut haben heute daher beschlossen, vor der fünften Verhandlungsrunde ein weiteres Mal zu Streiken - in der Hoffnung, damit einer Einigung mit dem Arbeitgeberverband einen Schritt näher zu kommen."
Doch auch über den Fall, dass keine Einigung erzielt wird, wurde diskutiert. Konkrete Aktionen können natürlich erst geplant werden, wenn die Positionen und Fakten nach der fünften Runde auf den Tisch liegen. Im Allgemeinen zeigten sich die Beschäftigten aber kampfbereit: Die aktuelle Preissteigerung und die zunehmende Belastung auf den Straßen machen sich bei den Kolleginnen und Kollegen deutlich bemerkbar.
Die fünfte Verhandlungsrunde findet kommenden Mittwoch, 15.April in Nürnberg statt. Bis dahin ggf. stattfindende Streikaktionen werden wieder im Vorhinein angekündigt.

