Landshut - pm (17.03.2026) Am kommenden Donnerstag (19.03.) ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auch die Beschäftigten des Landshuter Verkehrsbetriebs zum ganztägigen Streik auf. Hintergrund sind die weiterhin mehr als zäh verlaufenden Verhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband. Trotz angebotenem Entgegenkommen der Beschäftigten gab es auch zur dritten Verhandlungsrunde kein neues Angebot.
Eine Delegation der Landshuter Beschäftigten wird am Donnerstag bei einer Streikkundgebung in Regensburg teilnehmen.
"Wir bekommen vorgehalten, die kommunalen Kassen seien leer und eine solche Forderung schlicht unrealistisch. Tatsächlich hat es die Politik auf Landes- und Bundesebene bis heute versäumt, eine vernünftige Finanzierung der Verkehrswende sicherzustellen. Allerdings heißt das im Umkehrschluss: Der Arbeitgeberverband fordert die Beschäftigten auf, den ÖPNV aus ihrer eigenen Tasche zu finanzieren. Dass das von den Beschäftigten als - gelinde gesagt - dreist aufgefasst wird, ist für mich mehr als verständlich.", sagt Nicolaus Riebl, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär.
Der Adressat der Streikaktionen ist der Arbeitgeberverband. Nur durch Streiks und den daraus folgenden wirtschaftlichen und politischen Druck scheint der derzeit festgefahrene Arbeitgeberverband zu einem neuen Angebot bewegbar. Die Landshuter Beschäftigten entschieden sich diese Woche daher bewusst aus Rücksicht auf die Fahrgäste dafür, den Verkehr nur an einem Tag zu bestreiken. Sollte in der vierten Runde jedoch weiterhin kein Entgegenkommen spürbar sein, werden die Aktivitäten ausgeweitet werden müssen.
Streikablauf:
Ab 4 Uhr: Streikposten vor dem Verkehrsbetrieb
8 Uhr: Abfahrt nach Regensburg
9:30 Uhr: Kundgebung in Regensburg am ZOB, im Anschluss Demo durch die Altstadt (ähnlich Route des Altstadtbusses)
ca. 11:30 Uhr: Rückkehr nach Landshut

