
(08.05.2017) Dass die BEG das Angebot im bayerischen Regional- und S-Bahn-Verkehr in den vergangenen 20 Jahren um knapp die Hälfte ausweiten konnte, ist den Vergabeverfahren im Wettbewerb zu verdanken. Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) bieten ihre Leistungen im Wettbewerb deutlich günstiger an als noch zur Zeit des staatlichen Monopols vor 1996.
Sie arbeiten effizienter, kalkulieren knapper, behalten die Kosten stärker im Blick und investieren mehr in Service und weniger in Verwaltungsstrukturen.
Das kam auch bei den Fahrgästen an: Seit 1996 stieg die Nachfrage im Regionalverkehr (ohne die S-Bahn München) um 73 Prozent – und das obwohl die staatlichen Zuschüsse für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im gleichen Zeitraum stagnierten und die Infrastrukturgebühren deutlich zulegten.
Der Wettbewerbseffekt schwächt sich ab
Die BEG hat mittlerweile den Großteil der Strecken im bayerischen SPNV mindestens einmal ausgeschrieben. Das Ziel lautet, dass bis 2023 alle Strecken im Wettbewerb vergeben sind. Doch je näher die BEG diesem Ziel rückt, desto schwieriger wird es, das Angebot im Bahnland Bayern weiter zu steigern. Der Grund: Die BEG konnte nur deshalb mehr Leistung bei den Unternehmen bestellen, weil sie durch den Wettbewerb günstigere Angebote erhalten hat und das gesparte Geld in mehr Leistung investiert hat.
2016 feierte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) nicht nur ihr 20-jähriges Jubiläum, sondern stellte auch die Weichen für die Zukunft: Mit Thomas Prechtl kam im Herbst ein zweiter Geschäftsführer an Bord und der Aufbau einer neuen Abteilung wurde vorbereitet.

