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22. Mai 2017

CSU-Vorstandsmitglieder bei der Agentur für Arbeit "Arbeit für Selbstwertgefühl der Menschen wichtig!"

haslinger zirra

Landshut (22.05.2017) CSU-Kreisvorsitzender Dr. Thomas Haslinger (2. v. li.) informierte sich vergangene Woche gemeinsam mit dem CSU-Vorstandsmitglied Winfried Wiethaler (2.v.re.) und dem Vorsitzenden der Schüler Union, Johannes Alfery (li.) , beim Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen, Dr. Sascha Zirra (re.), über die aktuelle Situation auf dem heimischen Arbeitsmarkt.

„Der Arbeitsmarkt in Niederbayern profitiert erheblich von der EU-Osterweiterung. Ohne die Zuwanderung von Fachkräften könnten die Arbeitgeber ihren Arbeitskräftebedarf nicht decken. Die Beschäftigung wächst seit Jahren und die Nachfrage der Betriebe nach Fachkräften ist weiter ungebrochen“, so charakterisierte Zirra die aktuelle Situation.

Der Schülerunionsvorsitzende konnte dem nur beipflichten. „Wir haben in der Stadt Landshut mittlerweile den Lehrstellenspiegel der Jungen Union eingestellt – es gibt einfach so gut wie keinen Schüler mehr, der über diesen Weg nach Lehrstellen sucht.“ Ebenso wie der Fachkräfteengpass wurde die Herausforderung der Integration von Flüchtlingen thematisiert. Großes Interesse zeigten die CSU-Vorstandsmitglieder wie die Agentur deren Jobchancen einschätze. Zirra zeichnete hier ein differenziertes Bild: Beispielsweise haben zwar insbesondere viele Syrer eine gute Schulbildung, dennoch fehle meist die auf dem deutschen Arbeitsmarkt notwendige formale Berufsqualifizierung. Vor allem bei Jugendlichen sei der Weg in den ersten Arbeitsmarkt oft ein steiniger, der sich jedoch mittel- bis langfristig lohne – angesichts der Alternative dass sie entweder einen aktiven Beitrag zur Steuer und Sozialversicherung leisten könnten oder dauerhaft im Sozialleistungsbezug bleiben würden. „Die meisten wollen arbeiten und produktiver Teil der Gesellschaft sein. Jetzt sind sie hier und wir machen das Beste daraus“, so Zirra. Grundlagehierfür sei jedoch eine umfassende sprachliche Förderung.

Nach Meinung von Haslinger könne jedoch das thematisierte Fachkräfteproblem durch die Flüchtlinge nicht gelöst werden. „Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich hier nicht um eine gesteuerte, qualifizierte Zuwanderung von Menschen handelt, sondern in erster Linie um eine humanitäre bzw. bei den Menschen ohne Bleiberecht um eine aus wirtschaftlichen Gründen.“ Ohne deutsche Sprachkenntnisse wird die Integration aller in Arbeit und Gesellschaft nicht gelingen, stimmten Zirra und Haslinger überein.

Dr. Zirra hob hervor, dass die Agentur intensiv in die sprachliche und berufliche Qualifizierung von Flüchtlingen investiere, ohne die inländischen Arbeitsuchenden aus den Augen zu verlieren. Dazu habe die Agentur nicht nur zusätzlich Geld für Flüchtlinge, sondern auch zur Integration von Jugendlichen, Schwerbehinderten und Langzeitarbeitslosen erhalten.

Winfried Wiethaler hob in diesem Zusammenhang ein wichtiges Anliegen der CSU hervor: „Als CSU ist es uns wichtig, dass wir jedem die Chance geben, eine Arbeit zu finden, von der er seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Denn ein Arbeitsplatz, mit dem man sich und seine Familie versorgen kann, trägt für uns maßgeblich zum Selbstwertgefühl eines Menschen bei.“

 

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