Im Bild die Agentur für Arbeit Landshut
Region Landshut (30.05.2017) Die besonders erfreuliche Nachricht betrifft im neuen Arbeitsmarktbericht die Stadt Landshut. Hier ist die Zahl der Arbeitslosen erstmals auf unter 4 % gesunken. Im gesamten regionalen Einzugsbereich der Arbeitsagentur Landshut-Parrkirchen - das sind die Stadt Landshut sowie die Landkreise Landshut, Dingolfing-Landau und Rottal-Inn - ist im Juni die Zahl der Arbeitslosen nochmal deutlich zurückgegangen.
Die Zahl der Arbeitslosen fiel um gut 200 auf knapp 6.700. Die Zahl der offenen Stellen ist mit 3.500 um 230 höher als im Vorjahr. „Der Arbeitsmarkt steht aktuell hervorragend da. Zum einen ist die Zahl der Arbeitslosen im vierten Jahr in Folge gesunken und zum anderen ist der Arbeitskräftebedarf ungebrochen hoch. Es wird immer mehr zur Herausforderung den Arbeitgebern geeignetes Personal zu vermitteln.
Auch am Ausbildungsmarkt hat der Kampf um die besten Köpfe begonnen. Um Auszubildende zu finden, bieten Arbeitgeber ihrem Fachkräftenachwuchs immer öfters spezielle Angebote, um ihre Firma attraktiv zu machen und so dem Wettbewerb Stand zu halten“, so Robert Maier, Geschäftsführer in der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen.
Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit
Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist von Mai auf Juni um 210 auf 6.700 gefallen. Dieser Rückgang fiel deutlich stärker aus als in den Vorjahren. Gegenüber Juni 2016 sind knapp 1.000 weniger Menschen arbeitslos.
Im Juni konnten 830 Arbeitslose durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ihre Arbeitslosigkeit beenden. Gleichzeitig haben sich gut 800 Menschen bei der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen arbeitslos gemeldet, weil sie ihre Arbeit verloren haben.
Rechnet man zu den Arbeitslosen noch die Menschen mit ein, die beispielsweise an einer Umschulung teilnehmen und allein deswegen nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, waren im Juni 2017 rund 9.800 Menschen insgesamt in der Unterbeschäftigung.
Arbeitskräftenachfrage
Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist in der Region weiter sehr hoch. Im Juni waren über 3.500 Arbeitsstellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet, über 200 mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht waren Arbeitskräfte in den Berufsfeldern Produktion und Fertigung, Lager/ Logistik, im Bereich Gesundheit und Soziales, im Handel und im Baubereich.
Arbeitslosenzahl im Juni: -214 auf 6.673
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -952
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Region Landshut-Pfarrkirchen ist im Vorjahresvergleich weiter gestiegen. Ende Dezember 2016 waren über 171.000 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das entspricht einem Anstieg von 3.800 im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Der Arbeitsmarkt nach regionalen Gesichtspunkten:
Stadt Landshut
Insgesamt waren 1.500 Landshuter im Juni 2017 über die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Landshut Stadt auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 90 Personen weniger als im Mai und 90 weniger als im Vorjahresmonat. In der Stadt Landshut errechnete sich im Juni 2017 eine Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent. Sie ist damit um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im Juni des Vorjahres betrug sie 4,2 Prozent. Arbeitgeber aus der Stadt Landshut haben der Agentur für Arbeit im Juni 210 Stellen neu gemeldet. Insgesamt waren damit 730 Stellen in der Stadt Landshut über die Agentur für Arbeit zu besetzen. Das waren 60 weniger als im Vorjahresmonat.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in der Stadt Landshut innerhalb eines Jahres um über 900 auf 37.200 gestiegen (Stand: 31.12.2016).
Landkreis Landshut
2.100 Menschen und damit 12 weniger als im Vormonat waren im Juni auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Im Juni 2016 waren 250 Männer und Frauen mehr arbeitslos. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Landshut betrug im Juni 2017 2,3 Prozent. Sie ist damit so hoch wie im Mai dieses Jahres und 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat. Arbeitgeber aus dem Landkreis Landshut haben der Agentur für Arbeit im Juni 270 Stellen neu gemeldet. Insgesamt waren damit 920 Stellen im Landkreis Landshut über die Agentur für Arbeit zu besetzen. Das waren so viel wie im Vorjahresmonat.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Landkreis Landshut innerhalb eines Jahres um 1.700 auf 46.900 gestiegen.
Landkreis Rottal-Inn
Im Landkreis Rottal-Inn ist die Zahl der Arbeitslosen von Mai auf Juni 2017 um 70 gefallen. Insgesamt waren im Juni 2017 1.700 Personen auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 400 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ist mit 2,6 um 0,1 Prozentpunkt niedriger als im Mai. Im Vorjahresmonat betrug sie drei Prozent. Arbeitgeber aus dem Landkreis Rottal-Inn haben der Agentur für Arbeit im Juni 350 Stellen neu gemeldet. Insgesamt waren damit 1.100 Stellen im Landkreis Rottal-Inn über die Agentur für Arbeit zu besetzen. Das waren 300 mehr als im Vorjahresmonat.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Landkreis Rottal-Inn innerhalb eines Jahres um 750 auf 37.300 gestiegen.
Landkreis Dingolfing-Landau
Insgesamt waren im Juni 2017 1.400 Personen auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 40 weniger als im Mai und 200 weniger als im Juni 2016. Im Land- kreis Dingolfing-Landau ist die Arbeitslosenquote im Juni 2017 um 0,1 Prozentpunkt auf 2,3 Prozent gesunken. Sie ist damit um 0,4 Prozentpunkte niedriger als
im Vorjahresmonat.
Arbeitgeber aus dem Landkreis Dingolfing-Landau haben der Agentur für Arbeit
im Juni 250 Stellen neu gemeldet. Insgesamt waren damit 750 Stellen im Land- kreis Dingolfing-Landau über die Agentur für Arbeit zu besetzen. Das waren so viele wie im Vorjahresmonat.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Landkreis Dingol- fing-Landau innerhalb eines Jahres um 470 auf 50.000 gestiegen. Zwischenbilanz auf dem Ausbildungsmarkt
Der Ausbildungsbeginn im Herbst rückt näher. Entsprechend herrscht auf dem Ausbildungsmarkt derzeit viel Bewegung. Seit 1. Oktober 2016 informierten die Arbeitgeber die Arbeitsvermittler und Berufsberater der Agentur für Arbeit über 3.500 offene Ausbildungsstellen, davon waren im Juni 2017 noch fast 1.500 Stel- len vakant.
Im selben Zeitraum meldeten sich 2.400 ausbildungsinteressierte Jugendliche bei der Agentur für Arbeit zur Berufsberatung an. 690 Jugendliche waren im Juni 2017 noch auf der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz. Das bedeutet, dass aktuell mehr als doppelt so viele Ausbildungsstellen als Bewerber vorhanden sind.
Es sind noch sehr viele interessante Ausbildungsstellen offen. Am häufigsten werden noch Verkäufer, Kaufmann im Einzelhandel, Elektroniker, Industriemechaniker, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk Fleischerei /Bäckerei, Fachkraft-Lagerlogistik, Koch, Metallbauer und Kfz-Mechatroniker gesucht.

