Ob Neubau oder andere Sanierung: Beim Thema Eisstadion ist jetzt wieder alles möglich – Weichenstellung im Stadtrat am 12. Oktober
Ob Neubau oder andere Sanierung: Beim Thema Eisstadion ist jetzt wieder alles möglich – Weichenstellung im Stadtrat am 12. Oktober
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30. Juni 2017, 13:30 Uhr
Die Zukunft des Landshuter Eisstadions wird noch einmal grundlegend und ergebnisoffen betrachtet. Der Bausenat folgte am Freitag der Linie von OB Alexander Putz, die dieser angesichts einer drohenden Kostensteigerung von 18,5 auf 24 Millionen Euro bei der sogenannten „Minimalsanierung“ vorgab. Putz hatte als Reaktion auf die neuen Zahlen der Planer bereits im Mai die Möglichkeit eines Neubaus ins Spiel gebracht; in der heutigen Sitzung war nun auch von anderen Sanierungsvarianten die Rede. Für den OB – und den Bausenat – war jedenfalls klar: „Es müssen mehr Varianten untersucht werden.“
Wie Baureferent Johannes Doll ausführte, habe man sich zwischenzeitlich Rat geholt beim Architekturbüro Schlenker, das in Augsburg und im heimischen Schwenningen „konkrete Erfahrungen mit Eishallensanierungen in der anstehenden Größenordnung gesammelt hat“. Im Gespräch ist nun etwa ein „komplett neues Tragwerk“, sagte Doll, wobei es sowohl denkbar sei, die Tribüne zu erhalten, als auch, sie abzureißen. Auf der anderen Seite werde die aktuelle Planung auf Sparmöglichkeiten untersucht, „insbesondere durch Reduzierung der technischen Standards unter Betrachtung der zukünftigen Betriebskosten“.
Nicht zuletzt will man sich aber auch die Neubauvariante genauer anschauen, inklusive des SPD-Antrags, der – wie berichtet – den großen Wurf ins Auge fasst, sprich: eine Verlagerung von Eisstadion und Sportzentrum West auf die grüne Wiese, zum Beispiel in die Münchnerau. Die frei werdenden Flächen am Gutenbergweg und an der Sandnerstraße seien bestens geeignet für Wohnbebauung, so die Sozialdemokraten.
LM-Stadtrat Tilman von Kuepach attestierte in der heutigen Sitzung dem SPD-Vorstoß schon mal „Charme“ und brachte seinerseits als Zukunftsstandort für Eisstadion und Co. das Messegelände ins Spiel. OB Putz betonte, dass alle Optionen geprüft würden – und fügte hinzu, dass man bei dieser „ganz großen Lösung“, die Eishalle, SZ West und Fußballstadion umfasse, wohl von „dreistelligen Millionenbeträgen“ rede. So oder so: Es geht um sehr viel Geld. Deshalb solle man lieber jetzt etwas länger nachdenken, so der Oberbürgermeister, als später teure Überraschungen zu erleben.
Was sind nun die nächsten Schritte? Im Juli soll die LGA (Landesgewerbeanstalt) das Tragwerk begutachten, um dessen „aktuelle Sicherheit und Restnutzungsdauer von dritter Seite zu beurteilen“. Die Ergebnisse sollen Anfang August vorliegen, so Baureferent Doll. Und am 12. Oktober sollen in einer gemeinsamen Sitzung von Bau- und Sportsenat die Fakten auf den Tisch kommen, die bei der Prüfung aller Varianten – ob Neubau oder Sanierung welcher Art auch immer – herausgekommen sein werden. Es bleibt also spannend rund um den Gutenbergweg…

