(01.07.2017) Carsten Müller (Foto) ist mit Wirkung zum 1. Juli 2017 neuer Standortleiter im Kernkraftwerk Isar. Seit dem Ausscheiden des ehemaligen Leiters, Dr. Willibald Kohlpaintner, zu Beginn des Jahres, hatte Sebastian Wittmann kommissarisch die Standortleitung für beide Anlagen inne. Der stellvertretende Standortleiter Leiter Sebastian Wittmann kann sich nun wieder voll auf den Rückbau des Kernkraftwerks Isar 1 konzentrieren und steuert im Auftrag der Geschäftsführung und des Standortleiters die dem Block 1 zugeordneten Belange. Bereits seit einem Jahr bereitete sich Carsten Müller im KKI auf diese Aufgabe vor und durchlief die atomrechtlich erforderliche einjährige Ausbildung.
Die Zustimmung der Bayerischen Aufsichtsbehörde liegt seit 21. Juni 2017 vor.
„Wir danken Herrn Wittmann (Foto links), der im vergangenen halben Jahr nicht nur den beginnenden Rückbau des Blocks 1 managte, sondern auch die Standortleitung für beide Blöcke verantwortete. Herrn Müller wünschen wir für die anstehenden Aufgaben eine gute Hand und viel Erfolg“, so der zuständige Geschäftsführer Dr. Erwin Fischer.
Bereits 1993 stieg der aus Schleswig-Holstein stammende Mess- und Regeltechniker bei PreussenElektra ein. Im Kernkraftwerk Würgassen absolvierte Carsten Müller seine Ausbildung zum Reaktorfahrer, wechselte von dort in das Kohlekraftwerk Staudinger und war zuletzt im Kernkraftwerk Brokdorf als Fachbereichsleiter Elektrotechnik tätig - seit 2006 als stellvertretender Anlagenleiter.
VK-Zy
Der Block 1 des Kernkraftwerks Isar war von 1979 bis März 2011 in Betrieb. Das Kraftwerk speiste in der 32- jährigen Betriebszeit 198 Milliarden Kilowattstunden Strom in das bayerische Stromnetz ein. Mit dieser Strommenge könnte man die Landeshauptstadt München gemäß aktuellem Verbrauch rund 26 Jahre versorgen.
Das Kernkraftwerk Isar 2 hat eine elektrische Leistung von 1.485 MW brutto. Das KKI 2 ist seit 1988 in Betrieb und war seit dieser Zeit zehn Mal Weltmeister in der jährlichen Stromerzeugung. Entsprechend der 13. Novelle des Atomgesetzes geht das Kernkraftwerk Isar 2 spätestens zum 31. Dezember 2011 vom Netz. Am Standort sind rund 500 eigene Mitarbeiter beschäftigt.

