
Landshut (07.07.2017) Seit dieser Woche ist Kirstin Sauter Mitglied der Freien Demokraten. Die ehemalige Stadträtin trat nach reiflicher Überlegung und konstruktiven Gesprächen im Vorfeld dieser Entscheidung der FDP Landshut-Stadt bei. „Wir sind erfreut über unseren prominenten Neuzugang“, so Kreisvorsitzender Norbert Hoffmann (re. i.B.)
Er betonte, schon in der gemeinsamen Zeit im Landshuter Stadtrat immer gut mit Sauter kooperiert zu haben: „Ich freue mich sehr, nun gemeinsam unter dem Dach der Freien Demokraten mit Kirstin Sauter zusammenarbeiten zu dürfen. Sie ist ein echter Gewinn für unsere Partei.“
Jürgen Wachter (li.i.B.) stellvertretender Kreisvorsitzender der Landshuter Liberalen, ergänzte, er sehe den Kurs der Landshuter FDP durch den Beitritt Sauters bestätigt. „Das Interesse an unserer Arbeit steigt stetig und das spiegelt sich auch in der höchst positiven Entwicklung unserer Mitgliederzahlen wider“, so Wachter weiter.
Kirstin Sauter will sich aktiv in die Arbeit des Kreisverbandes einbringen. „Ich freue mich darauf, endlich die Möglichkeit zu haben, Konzepte für die Zukunft Landshuts mit zu entwickeln. Darin liegt für mich der Fokus der kommunalpolitischen Arbeit. Beim Blick auf die politische Landschaft im Allgemeinen und die in Landshut im Besonderen war bald klar, dass dies am besten mit der FDP zu verwirklichen sein wird. Der Teamgeist und die sachliche Herangehensweise der Landshuter FDP ist mir bereits in den vergangenen Jahren sehr positiv aufgefallen.“
Anmerkung er Redaktion: Kirstin Sauter wurde 2008 erstmals - noch als Studentin der Betriebswirtschft - auf der Kandidatenliste der ÖDP in den Stadtrat gewählt. 2010 wechselte sie wegen der Atompolitik der ÖDP in die Stadtratsfraktion der Freien Wähler, wo damals auch noch Lothar Reichwein war. Bei der Stadtratswahl 2014 kam Kirstin auf der FW-Liste nicht mehr in den Stadtrat. Auch Alexander Putz hat es als FDP-Kreivorsitzender nicht in den Stadtrat geschafft, sondern lediglich Norbert Hoffmann. Das FDP-Mitglied Dr. Maria E. Fick zog ja auf der Liste der Landshuter Mitte in den Stadtrat ein. Kirstin Sauter wurde 2014 auf Platz fünf lediglich erste Nachrückerin bei den Freien Wählern, die sie heuer zum Jahresanfang verlassen hat. Sollte sie noch aus irgend einem Grund in den Stadtrat nachrücken, so würde sie ihr Mandat an der Seite von Stadtrat Norbert Hofmann für die FDP ausüben können.
Kirstin Sauter ist nicht zuletzt als Vorsitzende des Vereins "Dahoam is dahoam e.V." sehr engagiert. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Beruflich ist Kirstin Sauter als Dipl. Betriebswirtin in einem Steuerberatungsbüro in München tätig. Es wäre kein Wunder, wenn sie 2020 Stadtdtratskandidatin der FDP wird. Da heute, Freitag, in der Plenarsitzung (15 Uhr) aller Wahrscheinlicheit nach die große Mehrheit der 44 Stadträte einer Verkürzung der 1. Amtszeit von OB Alexander Putz zustimmt, damit die OB-Wahl wieder mit der Stadtratswahl schon 2020 zusammengelegt werden kann, so ist Alexander Putz nicht nur als OB-Kandidat ("Titelverteidiger") sondern auch als Listenführer von 44 FPD-Stadtratskandidaten zu erwarten. Die FDP verspricht sich dadurch einen gewaltigen Wahlerfolg mit drei bis fünf Stadtratsmandaten.
Die OB-Kandidaten von CSU (Helmut Radlmeier), den Grünen (Stefan Gruber) und der SPD (Patricia Steinberger) haben im Wahkampf dafür plädiert, die OB-Wahl mit der Stadtratswahl erst in der 2. Amtsperiode des neuen Rathauschefs zusammenzulegen, also erst 2026. Die Mandate der CSU (14), der Grünen (7) und der SPD (5) würden zusammen (26) ausreichen, um die Amtszeitverkürzung schon zum 20.4.2020 zu verhindern. Putz müßte dann sechs Jahre das OB-Amt bis Ende 2022 ausüben, um dann nochmals als OB-Kandidat anzutreten. Dann könnte er in Sinne auch von Radlmeier, Gruber und Steinberger die 2. Amtszeit 2006 vorzeitig beenden, um eine Zusammenlegung mit der Stadtratswahl zu erreichen. Doch das wäre für den dann fast 63 jährigen Putz (Geburtstag am 18. Juli 1963) ein sehr gewagtes Unterfangen. /hs

