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27. Dezember 2020

Region LA: 200 Altenheimbewohner und Pfleger geimpft. OB & Landrat hoffen auf raschen Impfstoff-Nachschub

impfstart in landshut

Von lins: Versorgungsarzt Dr. Uwe Schubart, Oberbürgermeister Alexander Putz, Landrat Peter Dreier und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier mit den ersten 200 Impfdosen für die Region Landshut.

impf kandidatin Stadt und Landkreis Landshut - pm (27.12.2020) Dieser 27. Dezember 2020 ist ein Tag der Freude und der Zuversicht, der als Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie in die Geschichte eingehen wird“: Mit diesen Worten haben Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier heute, Sonntagmorgen im Impfzentrum der Stadt Landshut den Startschuss für die Schutzimpfungen gegen das Coronavirus gegeben.

 Jeweils 100 Dosen des von den Firmen BioNTech und Pfizer in Rekordzeit entwickelten Vakzins hatten Stadt und Landkreis Landshut in einer ersten Lieferung vom Freistaat erhalten. Mit diesen Impfdosen wurden am Sonntagvormittag Bewohner von drei Altenheimen in Landshut, Altdorf und Altfraunhofen sowie deren Pflegepersonal gegen das Corona-Virus immunisiert. Damit die Impfung ihre volle Schutzwirkung entfalten kann, muss der Vorgang in rund drei Wochen wiederholt werden.

Die Hoffnung auf eine Rückkehr zum „normalen Leben“ ohne die schmerzhaften, aus Infektionsschutzgründen aber nach wie vor dringend nötigen Einschränkungen sei mit dem Impfstart natürlich deutlich gestiegen, waren sich Putz, Dreier und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, der als Mitglied des Gesundheitsausschusses des Landtags ebenfalls ins Impfzentrum gekommen war, einig. Insofern sei es ein wichtiges Signal, dass die ersten Impfungen bereits unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen und noch vor dem Jahreswechsel vorgenommen werden konnten. Allerdings sei Impfstoff momentan noch sehr knapp, betonte Putz. „Wir brauchen jetzt rasch Nachschub, damit wir zumindest die von Covid-19 besonders gefährdeten Personen schnell und effektiv schützen können.“

impfen malteser

Mitglieder der Johanniter und der Malteser werden in den kommenden Wochen und Monaten zusammen mit Ärzten und ihren Teams die Impfungen in der Region Landshut vornehmen.

Das gelte insbesondere für die Angehörigen der höchsten Priorisierungsgruppe, also für die Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen und über 80-Jährige. „Allein in der Stadt Landshut sind das insgesamt rund 5.500 Frauen und Männer. Dazu kommt das völlig zurecht ebenfalls höchstpriorisierte medizinische und pflegerische Personal in den Seniorenheimen, aber auch in den Kliniken“, so Putz. Erst in weiteren Schritten können die Angehörigen der beiden weiteren Priorisierungsgruppen und schließlich die breite Bevölkerung geimpft werden. „Das verdeutlicht, vor welch enormen Herausforderungen wir in den kommenden Monaten gemeinsam stehen.“

impf fläschchenEin Fläschchen Hoffnung – enthalten ist der von den Firmen BioNTech und Pfizer entwickelte Impfstoff.

Eine Massenimpfung dieses Ausmaßes habe es in der Geschichte noch nie gegeben, betonte Dreier. Umso dankbarer sind OB und Landrat den Mitarbeitern der beiden Impfzentren von Stadt und Landkreis – darunter Dutzende Ärzte, ihre Bediensteten und Mitglieder des Johanniter- bzw. des Malteser-Hilfsdiensts, die sich am Sonntagmorgen ebenfalls eingefunden hatten. „Ohne Ihr vorbildliches Engagement wären Impfungen in diesem Umfang gar nicht möglich“, lobte Dreier und mahnte, die Impfteams nicht zu überfordern. „Die Impfkampagne wird viele Monate dauern. Das über eine solch lange Zeit durchzuhalten, wird für alle Beteiligten sehr anstrengend. Deshalb müssen wir darauf achten, dass jeder und jede auch mal eine Pause bekommt.“

Die ersten Impfdosen, die am Samstag von einem zentralen Lager in Niederbayern kommend in Landshut eingetroffen waren, wurden am Sonntag indes nicht in den beiden Impfzentren verabreicht, sondern wie geplant von mobilen Teams direkt in drei ausgewählte Seniorenheime gebracht. Eines der Teams leitete der regionale Versorgungsarzt Dr. Uwe Schubart aus Vilsheim. Er berichtete von einer sehr hohen Impfbereitschaft innerhalb der Bewohnerschaft und des Personals der Heime. „Von der 40-jährigen Pflegekraft bis zur 95-jährigen Bewohnerin war heute alles dabei“, erklärte der Versorgungsarzt. Nebenwirkungen waren bislang nicht ersichtlich. „Es besteht nach derzeitigen Erkenntnissen auch kein Anlass zur Sorge, dass es zu größeren Nebenwirkungen kommt. Der Impfstoff wurde wirklich eingehend geprüft und getestet“, so Schubart. Jucken und leichte Schmerzen an der Einstichstelle wie auch mögliche Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit seien zwar möglich, sind nach Aussage Schubarts aber nach jeder Impfung nicht ungewöhnlich und kämen auch bei Tetanus-, Influenza- oder Hepatitis-Impfungen vor, die bereits seit Jahrzehnten vorgenommen werden.

Einige wenige Bewohner konnten am heutigen Sonntag nicht behandelt werden, weil sie leichte Erkältungssymptome zeigten und deshalb nicht fit genug für eine Immunisierung waren. Dies wird aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, sagte Schubart. „Deshalb ist es so wichtig, dass wir jeden Patienten eingehend begutachten und individuell entscheiden, ob eine Impfung zum aktuellen Zeitpunkt möglich ist. Denn jede Impfung bedeutet auch eine vorübergehende zusätzliche Belastung für den Körper, bis dieser Antikörper gegen das Virus gebildet hat.“

impfakion rollstuhlfahrerimpfaktion pflegerBilder links: Pflege-Personal von drei Senioren-heimen in Stadt und Landkreis Landshut wurden heute (27.12.) zuerst gegen das Corona-Virus geimpft

Da der Impfstoff aktuell noch sehr knapp bemessen ist, sind auch in der Region Landshut auf Basis der bundesweiten Impfstrategie zunächst nur Bewohner und Pflegepersonal in Seniorenheimen, Teile des Krankenhauspersonals und Personen über 80 Jahre zur Impfung vorgesehen. Wie berichtet, stehen die Impfzentren von Stadt und Landkreis Landshut schon seit Mitte Dezember bereit: Sie können aber erst in Betrieb genommen werden, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Stadt und Landkreis Landshut werden frühzeitig informieren, sobald eine Anmeldung für Personen der priorisierten Impfgruppen möglich ist. Konkret werden alle Einwohner, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, im Januar per Brief zur Impfung eingeladen; das Schreiben wird auch ausführliche Informationen zur Impfung und deren Ablauf sowie Kontaktmöglichkeiten zur Terminvereinbarung enthalten. Die Impfung gegen das Corona-Virus ist für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Die Kosten für den Aufbau und den Betrieb der regionalen Impfzentren übernehmen die Krankenkassen bzw. der Freistaat BayernAlle .

Alle Fotos: Stadt Landshut 

 

 

 

 

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