
Die sechs Standorte der LA-Regio Kliniken (inklusive des Hospizes Vilsbiburg) bleiben erhalten und werden stetig weiterentwickelt - Bildquelle: Sylvia Willax & Oliver Hassler
Stadt und Landdkreis Landshut - pm (26.03.2026) Noch ist kein Quartal vergangen, seitdem die Gesundheitsversorger der Stadt und des Landkreises Landshut zum 1. Januar zu den LA-Regio Kliniken fusionierten. Seitdem wurden zahlreiche Transformationsprozesse angestoßen, Daten erhoben, Herausforderungen exploriert, aber eben auch bereits die Zukunft der medizinischen Versorgung in der Region Landshut aktiv gestaltet.
So befinden sich die Umzüge, beziehungsweise Zentralisierungen der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie an den Standort Landshut-Mitte, sowie der Klinik für Gefäßchirurgie an den Standort Landshut-Achdorf in der finalen Phase ihrer Vorbereitung und werden planmäßig zum April vollzogen. Die flächendeckende Notfallversorgung ist unabhängig der Verlagerungen gewährleistet.
Zwei Zentralisierungen stehen unmittelbar bevor
Unter Leitung von PD Dr. Georgios Meimarakis, der bis dato als Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie an der Klinik Landshut-Mitte fungierte, werden ab 30. März somit die Expertise und das Leistungsspektrum der Gefäßchirurgie am Standort Landshut-Achdorf vereinigt. Für Patienten verändert sich abseits der örtlichen Zentralisierung indes nichts, die gewohnten und bewährten Ansprechpartner bleiben erhalten. Langfristig wird durch die Bündelung der Kompetenzen nicht nur die Wirtschaftlichkeit gestärkt, sondern auch der Ausbau des fachlichen Portfolios ins Auge gefasst, um die Erfolgsgeschichte beider Fachabteilungen unter einem Dach fortzuschreiben. Über entsprechende Konsildienste bleibt die gefäßchirurgische Expertise ferner auch am Standort Landshut-Mitte (ehemals Klinikum Landshut) erhalten.
Den entgegengesetzten Weg beschreitet zum 1. April die Fachabteilung für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, welche Chefarzt Prof. Dr. Johannes Schmidt verantwortet. Der Pfad der Zentralisierung geht dabei nicht mit Einbußen im Leistungsspektrum einher, es entsteht vielmehr eine Erweiterung durch den neuen Da Vinci-Roboter am Standort Landshut-Mitte. Darüber hinaus ergänzen die Fachkräfte aus Landshut-Achdorf das bisherige Team am Standort Landshut-Mitte multiprofessionell und schaffen so Synergien, die aus struktureller, versorgungsrelevanter und wirtschaftlicher Sicht bereits heute den Erfolg des bisherigen Prozesses untermauern.
Die anstehenden Transformationen wurden auf Grundlage des evidenzbasierten Medizinkonzeptes vom Verwaltungsrat der LA-Regio Kliniken befürwortet und von Kreistag und Stadtrat beschlossen. Auch die bisher an der Klinik Landshut-Achdorf angesiedelten Zentren für minimal-invasive Chirurgie, Koloproktologie, Hernien- und Adipositas ziehen mit an den Standort Landshut-Mitte und ergänzen das dort bestehende ausgezeichnete fachliche Portfolio. Die bislang parallel vorgehaltenen Darmkrebszentren werden zusammengeführt. Die Leistungen der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie bleiben mittels konsiliarischer Dienste ferner weiterhin auch am Standort Landshut-Achdorf erhalten.
Grundsatzbeschlüsse für Kardiologie und Gastroenterologie gefasst
Doch auch über diese Fachbereiche hinaus schritt die Gestaltung der Medizin von Morgen weiter voran. So fassten der Verwaltungsrat der LA-Regio Kliniken, der Stadtrat der Stadt Landshut und der Kreistag des Landkreises Landshut den Grundsatzbeschluss zur Zentralisierung weiterer Fachabteilungen: Mittelfristig wird so der Fachbereich Kardiologie an der Klinik Landshut-Achdorf zusammengezogen werden. Die renommierte Medizinische Klinik II der Klinik Landshut-Mitte wechselt somit an den Achdorfer Weg und verstärkt dort das Team der Kardiologie. Dieser Schritt schärft das Profil des Standortes Landshut-Achdorf als herz- und gefäßmedizinische Schaltzentrale der LA-Regio Kliniken.
Den entgegengesetzten Weg beschreiten demnach einige medizinischen Disziplinen, die bislang in der Medizinischen Klinik II an der Klinik Landshut-Achdorf ihre Heimat gefunden hatten. Die Fachbereiche der Gastroenterologie, Hepatologie und Onkologie werden entsprechend am Standort Landshut-Mitte zentralisiert und beleben in Zukunft die ohnehin umfassende Expertise am Stadtpark noch weiter. Aufgrund der hierfür notwendigen umfassenden Umbaumaßnahmen handelt es sich hierbei allerdings um kein akutes Vorhaben. Es ergeben sich demnach keinerlei Änderungen für Patienten, da Planung und Umsetzung der entsprechend notwendigen Schritte mehrere Jahre in Anspruch nehmen werden. Auch diese Entscheidungen wurden auf Grundlage des evidenzbasierten Medizinkonzeptes unter Beteiligung aller Verantwortlichen getroffen. Sobald der zeitliche Rahmen jener Zentralisierungen abzusehen ist, werden niedergelassene Ärzte, Patienten und Bevölkerung zeitnah informiert.
Solide Grundlage erarbeitet
Allgemein steht das erste Halbjahr nach der erfolgreich vollzogenen Fusion unter der Prämisse der Konsolidierung. Fundierte Entscheidungen und Transformationen können schließlich nur auf Grundlage einer soliden und einheitlichen Datenlage erfolgen. Im Fokus steht dabei beispielsweise die Neuausrichtung und Zusammenführung der Organisationsstrukturen im Verwaltungsbereich. Ferner wandert der Blick der Verantwortlichen selbstredend auch über die Grenzen der Stadt Landshut hinaus. Gemeinsam mit allen Beteiligten werden so weiterhin alle notwendigen Schritte eingeleitet und unternommen, um auch für die Klinik Vilsbiburg und die Schlossklinik Rottenburg die bestmögliche Zukunft innerhalb der LA-Regio Kliniken zu gestalten. „Es entspricht somit weiterhin dem unerschütterlichen Ziel der Fusion der Landshuter Gesundheitsversorger, alle Standorte langfristig für die medizinische Versorgung in der Region zu sichern“, bekräftigen die Vorstände der LA-Regio Kliniken, Judith Angerer, André Naumann und Jakob Fuchs, abschließend erneut.

