Pham Thai Ho, o.T., 2023, Ink auf Silikon, 15 x 20 cm
Landshut - pm (13.01.2026) Der ehemalige Landshuter Pham Thai Ho präsentiert am Freitag, 16. Januar, im Rieblwirt eine konzentrierte Auswahl seiner Arbeiten aus den letzten Jahren – Werke, die an der Schnittstelle zwischen Tattoo-Kultur und zeitgenössischer Kunst angesiedelt sind. Ho lotet bewusst die Grenzen zwischen Körper und Objekt aus, indem er Materialien verwendet, die man in der klassischen Kunst kaum erwartet: Silikon, Klebetattoos, Kunsthaut, gelegentlich sogar Blut als radikales Ausdrucksmittel.
In dieser ungewöhnlichen Materialwelt entsteht ein intensiver Dialog zwischen Körperlichkeit, Bildwirkung und der Frage nach der Vergänglichkeit von Kunst. Ho interessiert sich besonders dafür, wie sich Tattoos von der menschlichen Haut lösen lassen – nicht physisch, sondern gedanklich. Was passiert, wenn man das Tattoo als Idee, als Zeichen oder als Symbol betrachtet und nicht nur als Dekoration des Körpers?
Seine Arbeiten fordern die Betrachtenden dazu heraus, scheinbar feste Definitionen zu hinterfragen: Wann beginnt Kunst eigentlich – und wo endet sie? Muss Kunst beständig sein? Darf sie schmerzhaft, intim oder sogar verletzlich wirken? Und vor allem: Kann ein Tattoo zu einem eigenständigen Kunstwerk werden, das über die Haut hinausweist und einen neuen Raum einnimmt?
Ho lädt dazu ein, diese Fragen nicht nur rational, sondern auch sinnlich zu erkunden – mit offenem Blick und neugierigem Staunen.
Einlass & Beginn 18 Uhr

