Wie bereits bekannt, muss der Wochenmarkt im Juni aufgrund der Arbeiten zur Verlegung von Fernwärmeleitungen durch die Stadtwerke in der Neustadt übergangsweise verlegt werden. Wo und in welcher Aufstellung der Wochenmarkt in diesen Monaten Platz finden wird, hat Oberbürgermeister Hans Rampf bei der Pressekonferenz am Donnerstag im Rathaus erläutert.
Der geplante Zeitrahmen für die Leitungsverlegungen in der Neustadt ist von 9. Juni bis Anfang August. Während dieser Arbeitsphase kann der freitägliche Wochenmarkt nicht mehr in der Unteren Neustadt abgehalten werden.
Wie Oberbürgermeister Hans Rampf informierte, habe das Amt für öffentliche Ordnung – Marktwesen mit den beteiligten Fachstellen mehrere mögliche Varianten für eine Übergangslösung untersucht. Die Fußgängerzone in der Altstadt habe sich laut Rampf als die optimale Lösung für die temporäre Verlagerung des Wochenmarkts erwiesen.
Geprüft wurden die Standorte Untere Altstadt, die Parkspur an der Wittstraße, die Domfreiheit/Martinsfriedhof, die Südliche Freyung und die Fußgängerzone in der Altstadt.
Hauptaspekte der Standortprüfung waren unter anderem der Platzbedarf, die Infrastruktur, hier besonders die Anfahrbarkeit, Stellmöglichkeit, Stromanschlüsse, die Wasserversorgung. Auch die verkehrstechnische Realisierbarkeit, die Zentralität sowie die Kosten spielten eine Rolle.
Die Standorte Domfreiheit/Martinskirche und Südliche Freyung seien ausgeschieden, da die vorgegebenen Flächen nicht ausreichen und diese von den Marktkaufleuten mit ihren Fahrzeugen/Hängern teils schlecht angefahren werden können.
Die Untere Altstadt wäre trotz aufwändiger Versorgungslogistik realisierbar gewesen. Durch die erforderliche Totalsperrung von 5 bis 13 Uhr käme es allerdings zu erheblichen Problemen mit der Busbedienung der dortigen zentralen Haltestellen.
Die Parkspur an der Wittstraße stellte die Variante mit dem günstigsten Kostenfaktor und den geringsten verkehrstechnischen Auswirkungen dar.
„Größter Mangel an diesem Standort ist die fehlende Zentralität", sagte Rampf.
In der Gesamtabwägung sei deshalb die Entscheidung zugunsten der Fußgängerzone in der Altstadt gefallen.
Die Aufstellung der Marktstände, informierte der Leiter des Amts für öffentliche Ordnung und Umwelt, Fritz van Bracht, erfolge von der Grasgasse bis zur Spiegelgasse zweireihig entlang der Fahrspur mit Ausrichtung zu den Gehwegen/Häuserfronten. Diese Organisationsform lenke den Haupt-Besucherstrom des Marktes über die den Häuserfronten zugewandten Gehwegbereiche und die Geschäfte. Somit würden sich auch Synergie zwischen Marktgeschehen und den Gewerbetrieben in der Altstadt ergeben. Die erforderliche Notgasse auf der Fahrspur der Altstadt bleibe gewährleistet.
Auch die Bestuhlung der Gastronomen bleibe bestehen.
Die Marktkaufleute, berichtete der Leiter des Sachgebiets Marktwesen, Bernhard Stig, seien von der Lösung begeistert. Auch die ILI begrüße das Vorhaben.
Die Frage, ob der Markt dauerhaft in der Altstadt etabliert werden könnte, verneinte Oberbürgermeister Hans Rampf. Angesichts des gewaltigen logistischen Aufwands, bekräftigte der Leitende Rechtsdirektor Harald Hohn, werde der Wochenmarkt – sobald es geht – wieder zurück in die Neustadt verlegt.
Der Verwaltungsbeirat für Märkte, Messen, Dulten, Stadtrat Erwin Schneck, lobte die Verwaltung für die „sehr gute Umsetzung": „Das ist Ihnen hervorragend gelungen", betonte er.

