Zur Sitzung der 44 Stadträte zum Klinikum Landshut unter der Leitung von Oberbürgermeister Hans Rampf und im Beisein von Klinikum-Geschäftsführer Nicolaus von Oppen im Plenarsal des Rathauses am Freitag, 4. Juli, 14 bis 17 Uhr, gibt es noch keine offizielle Mitteilung. Nur einzelne Detais sind durchgesichert. So sollen bei den Sitzungen des Aufsichtsrats künftig auch Stadtkämmerer Rupert Aigner und seine Mitarbeiterin Eva Strasser dabei sein. Der Bau eines neuen Schwesternheims kam nicht zu Sprache.
Die Fraktion der Jungen Liste/BfL forderte in einem schriftlichen Antrag ja die Ergänzung des Aufsichtsrats durch drei Fachleute aus den Bereichen Ökonomie, Krankenhauswesen und Juristerei. Gleichzeitig sollte die Zahl der Aufsichtsräte aus dem Stadtrat auf fünf Mitglieder reduziert werden. Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum-gGmbH ist ja nach wie vor Oberbürgermeister Hans Rampf, Sein neuer Stellvertreter ist seit dem 1. Mai Ex-Bezirkstagspräsident und CSU-Stadtrat Manfred Hölzlein, ein Jurist. Zuvor war dies BfL-Stadtrat Bernd Friedrich. der nur mehr einfaches Aufsichtsratsmitglied ist. Fachfrau im Aufsichtsrat ist ja de fakto die Ärztin Dr. Anna Maria Fick, Stadträtin der Landshuter Mitte.
Die 43 anwesenden Stadträte (Friedrich fehlte krankheitsbedingt - Motorradunfall) haben in der Sitzung hinter verschlossenen Türen für das Klinikum eine Finanzhilfe von drei Millinen Euro abgesegnet. Das Klinikum mußte ja für das Wirtschaftsjahr 2013 ein Defizit von über 9 Mio. Euro melden.
So gut wie beschlossene Sache ist wohl auch der Bau eines neuen Bettenhauses. Ein entspechender Architektenwettbewerb - schon im Januar 2014 vom Aufsichtsrat auf den Weg gebracht - ist angeblich bereits entschieden. Unter 20 Vorschlägen wurde von einer Fach-Jury ein Entwurf ausgewählt. Bis jedoch der erste Spatenstich vollzogen werden kann, werden wohl noch zwei, drei Jahren vergehen. Hans Rampf amtiert nur noch bis Ende 2016. Das neue, zentrale Bettenhaus soll dort gebaut werden, wo jetzt die Großküche ist. Diese soll wiederum auf das Gelände der ehemaligen Wäscherei umgesiedelt werden.
Bettenabbhau oder ein Personalabbau - wie altuell in den städtischen Münchner Kliniken - waren in der Geheimsitzung am Freitag (noch) für das Landshuter Klinikum kein Thema. En Wunsch-Ziel bleibt nach wie vor die Kooperation mit den Landkreis-Krankenhäusern. Außer Diskussion ist dagegen die Zukunft des Landshuter Kinderkrankenhauses (120 Betten) der Solanusschwestern, das somit der Erzdiözese München-Freising gehört.
Sehr krtiisch wurfe in der Freitag-Sitzung wiederum die Tätigkeit des früheren Klinikum-Managers Bönsch (bis Jahresmitte 2013) und des Finanzverwalters Mertens (bis Jahresende 2013) beurteilt. Da sind nach noch nicht ganz abgeschlossenn Prüfungen wohl juristische bzw. gerichtliche Konsequenzen nicht angeschlossen.
Im Gegensatz zu Landshut behandelt der Münchner Stadtrat am Dienstag, 8. Juli, unter der Leitung des Neuen Oberbürgermeisters Dieter Reiter (SPD) ab 9 Uhr die Thematik Ist-Zustand und Sanierungsmaßnahmen (incl. Betten- und Personalabbau) bei den fünf städtischen Kliniken in öffentlicher Sitzung, die zum Teil sogar im Lokalfernsehen übertragen wird. /hs

