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Leuchtturmprojekt in der Region kann entwickelt werden. CSU erreicht 400 000 €uro für Gemeindewerks-Aufbau

regionalwerke

Auf Initiative der CSU-Landtagsfraktion wird das Projekt „Virtuelles Gemeindewerk“ der regionalwerke GmbH & Co. KG vom Freistaat mit 400.000 Euro gefördert. Diese gute Nachricht überbrachten die CSU-Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (2.v.l.), Josef Zellmeier (3.v.l.) und Dr. Petra Loibl regionalwerke-Geschäftsführer Andreas Engl (r.) und dem kaufmännischen Leiter Dr. Andreas Wieser (2.v.r.) sowie Sebastian Öllerer, Netzwerkmanager des Landshuter Gründerzentrums LINK. Foto: René Spanier

Landshut - pm (15.03.2022) Die Regionalwerke sind ein regionaler Energieversorger aus dem Landkreis Landshut. Hauptziel ist jedoch die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle im Rahmen der Energiewende. Eines davon ist das Forschungsprojekt „Virtuelles Gemeindewerk“.

Es wird in diesem Jahr vom Freistaat mit einer kräftigen Förderung bedacht, wie die Landtagsabgeordneten Dr. Petra Loibl, Helmut Radlmeier und Josef Zellmeier (alle CSU) bei ihrem Besuch im Landshuter Gründerzentrum LINK verkündeten.

„Mit dem Konzept der virtuellen Gemeindewerke sollen die Vorteile eines Stadtwerks aufs Land gebracht werden - und zwar für jede Gemeinde“, beschrieb Andreas Engl, Geschäftsführer der Regionalwerke, die Idee. „Jeder Bürgermeister ist froh, wenn er ein Stadtwerk hat. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Stadtverwaltung wird entlastet, Fachexperten stehen zur Verfügung, Überschüsse werden an die Stadt ausgeschüttet und die kostengünstige Energieversorgung sichergestellt“.

Zum ersten Mal umgesetzt werden soll das Konzept im Landkreis Landshut. „Hier bei uns entsteht die Blaupause für ganz Bayern. Wir wollen zeigen, wie sich Gemeinden interkommunal organisieren können. Gemeinsam werden Risiken sowie Kosten minimiert und das Wertschöpfungspotenzial erhöht“, so Engl.

Region Landshut als Vorbild

Vergleichbar mit einem App-Store soll eine Plattform aufgebaut werden. Über sie könne jede Gemeinde, jeder Bürger und jedes Unternehmen die gewünschten Dienstleistungen buchen, informierte Engl. Ein Beispiel für die Möglichkeiten eines solchen gemeinsamen Kommunalunternehmens ist der Ausbau der Energiewende und die Organisation einer regionalen und erneuerbaren Energieversorgung. So könnte beispielsweise der Strom von ausgeförderten EEG-Anlagen regional eingekauft und anschließend vor Ort vermarktet werden.

 Das eine solche Innovation ideelle und finanzielle Unterstützung benötigt, versteht sich von selbst. Hierzu überbrachten die Abgeordneten Loibl Radlmeier Zellmeier den Regionalwerke die lang ersehnte Nachricht: Das gemeinsame Werben für das Konzept war erfolgreich, teilten die Abgeordneten mit. „Auf Initiative der CSU-Landtagsfraktion wird der Freistaat die Projektentwicklung mit 400.000 Euro unterstützen“, führte Josef Zellmeier, Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags aus. Der Haushaltsausschuss hat dem schon zugestimmt, weshalb von der endgültigen Zustimmung durch das Plenum des Landtags Anfang April ausgegangen werden kann, so Zellmeier.

Wertschöpfung bleibt vor Ort

Die Förderung ist das Ergebnis einer langen Zusammenarbeit: Schon seit 2019 unterstützen die Abgeordneten Radlmeier und Loibl die Idee des virtuellen Gemeindewerks. „Es freut mich sehr, dass wir dieses zukunftsweisende Projekt unterstützen können. Wir haben lange darauf hingearbeitet. Mit einem virtuellen Gemeindewerk bietet sich die Chance, die Wertschöpfung in vielen Bereichen in der Region zu halten“, erläuterte Helmut Radlmeier. „Dass die Idee dahinter aus unserem Landshuter Gründerzentrum kommt und bayernweit ausgerollt werden kann, macht das Konzept natürlich besonders unterstützenswert“, so Radlmeier.

„Gerade mit Blick auf den turbulenten Energiemarkt bietet ein virtuelles Gemeindewerk Chancen. Mit dem Konzept virtueller Gemeindewerke könnten Gemeinden in Zukunft lokal erzeugten Strom auch vor Ort vermarkten. Für die vielen Anlagen, die aus der EEG-Förderung fallen, ist das eine interessante Option“, bekräftigte Dr. Petra Loibl.

Die Abgeordneten wollen weiter im engen Kontakt mit den Verantwortlichen der Regionalwerke bleiben und die weitere Entwicklung begleiten. Für den ländlichen Raum könnten sich mit dem Konzept Zukunftschancen eröffnen. Dank der Förderung stehe die Tür dafür nun weit offen, war man sich einig.

 

 

 

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