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Vierter ÖDP-Stadtteiltreff: Radwege, Hochwasser, Visionen

Auloh Überquerung

Querung der Neißestraße in Auloh in der Nähe der Kirche.

Landshut - pm (15.01.2026) Unter dem Motto "Was bewegt Sie in Ihrem Stadtteil?" machen sich die Ökodemokraten übers Jahr verteilt auf den Weg durch ganz Landshut. Der dritte Bürgertreff fand im Gasthaus Mythos mit OB-Kandidaten Heiko Helmbrecht und ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda statt. Die Bürger im Osten hatten viel Gesprächsbedarf. Ein Diskussionspunkt war die Verkehrssicherheit der Radwege, die vom Osten in die Innenstadt führen.

Es wurde beanstandet, dass querende Radfahrer vom Marschallsteg und vom Maxwehrsteg die Vorfahrt nicht beachten würden. Deshalb käme es in diesen Bereichen immer wieder zu sehr brenzligen Situationen. Eine Bürgerin schlug vor, dass Radfahrer, die stadtauswärts über die Schützenstraße fahren und vom Radweg am Westportal des Hauptfriedhofs in die Fahrradstraße einbiegen, vorfahrtsberechtigt vor dem Kfz-Verkehr auf der Bauhof- bzw. Schützenstraße sind. Denn in der Fahrradstraße müssten sich Autofahrer sowieso dem Radverkehr unterordnen. Die Bürger kritisierten außerdem, dass dort die Höchstgeschwindigkeit der Autofahrer auf der Fahrradstraße häufig nicht eingehalten werden. Sie regten deshalb weitere verkehrliche Maßnahmen, wie z.B. Berliner Kissen, um eine Geschwindigkeitsreduzierung zu erreichen.

Eine Anwohnerin aus Auloh forderte einen Zebrastreifen im Bereich des Buswartehäuschens in der Nähe der Kirche, um ein sicheres Überqueren der Neißestraße für Schulkinder und Fahrgäste der Stadtbuslinie an dieser stark frequentierten Stelle zu ermöglichen. März-Granda möchte alle Vorschläge aus der Bürgerschaft mittels Stadtratsantrag von der Verwaltung prüfen lassen. „Wir wollen die schwächeren Verkehrsteilnehmer, wie Radfahrer und Fußgänger, besser schützen“, bemerkte die Stadträtin.

Ein großes Anliegen der Interessensgemeinschaft (IG) und Anwohner in Mitterwöhr ist der Hochwasserschutz. Mitglieder der IG fordern für das stark in Mitleidenschaft gezogene Überschwemmungsgebiet ein dynamisches Grundwassermodell. Die Bürger befürchten eine Verschlechterung der Gesamtsituation durch eine zunehmende Bebauung und Versiegelung. Hier will sich die ÖDP-Stadträtin um eine interfraktionelle Lösung bemühen.

Die vom OB-Kandidat und Listenführer Heiko Helmbrecht vorgetragene Grundsatzrede zur Stadtentwicklung scheint in der anschließenden Diskussion den Nerv der Bürger getroffen zu haben, da mehrfach der Wunsch nach einer langfristigen strategischen Ausrichtung der Stadtpolitik geäußert wurde. Laut Helmbrecht sei das Ziel eine langfristige Vision zur Frage „Wie wollen wir in 10, 20 oder 30 Jahren in Landshut leben?“ zu entwickeln. Diese Frage möchte er im Rahmen eines breit angelegten Bürgerdialogs geklärt wissen. Das Ergebnis soll dann einen verbindlichen Rahmen für die weitere gemeinwohlorientierte Entwicklung Landshuts darstellen. Dabei soll insbesondere die Frage nach einem finanziell und ökologisch vertretbaren Bevölkerungswachstum beantwortet werden. „Ferner brauchen wir einen ambitionierten Plan zur nachhaltigen Sanierung der städtischen Finanzen und für die Weiterentwicklung der Verwaltung zu einem modernen und digitalen Stadtmanagement“, betonte Helmbrecht. Ziel ist aus seiner Sicht, dass Landshut als Bezirkshauptstadt Taktgeber und Vorbild für andere Kommunen wird.

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