
Berlin/Niederbayern - pm >(27.2026) Rund 50 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Niederbayern folgten der Einladung der Bundestagsabgeordneten Marlene Schönberger zu einer politischen Informationsfahrt nach Berlin. Begleitet wurde die Gruppe von einer Wahlkreismitarbeiterin, die die Organisation vor Ort koordinierte und den Teilnehmenden während der gesamten Reise als Ansprechpartnerin zur Seite stand.
Im Deutscher Bundestag erhielt die Gruppe auf der Besuchertribüne des Plenarsaals einen Einblick in die Arbeitsweise des Parlaments. Im anschließenden Gespräch mit dem Berliner Team von Marlene Schönberger ging es um aktuelle politische Themen, den Ablauf von Sitzungswochen sowie die Verbindung zwischen Wahlkreis und Hauptstadt. Der persönliche Austausch und die Möglichkeit, Einblicke in den Alltag eines Abgeordnetenbüros zu erhalten, wurden von vielen Teilnehmenden besonders geschätzt.
Ergänzt wurde das politische Programm durch eine dreistündige Stadtrundfahrt mit Fokus auf die Geschichte Berlins und die Zeit der Teilung. Historische Orte entlang der ehemaligen Mauer verdeutlichten, wie stark die deutsche Geschichte das heutige Stadtbild prägt.
Ein weiterer Programmpunkt führte die Reisegruppe zum Haus der Wannsee-Konferenz. Die intensive Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und der Organisation der sogenannten Wannsee-Konferenz hinterließ bei vielen Teilnehmenden bleibende Eindrücke.
Einige Teilnehmenden besuchten außerdem die nahegelegene Liebermann Villa, in der eine Dauerausstellung des Malers Max Liebermann gezeigt wird - einem der bedeutendsten Vertreter des deutschen Impressionismus. Von Liebermann stammt der viel zitierte Satz "Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.", den er am Tag der Machtergreifung der Nationalsozialisten, dem 30. Januar 1933 sprach, als diese vor seinem Haus in Berlin vorbeimarschierten.
Im Anschluss ging es nach Potsdam. Dort konnten die Teilnehmenden die Altstadt auf eigene Faust erkunden: Brandenburger Tor in Potsdam, Nauener Tor, Nikolai Kirche sowie das einzigartige historische Holländische Viertel waren fußläufig für alle erreichbar.
Die Informationsfahrten leisten einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung. Sie ermöglichen es Bürgerinnen und Bürgern, demokratische Institutionen aus nächster Nähe kennenzulernen, Hintergründe politischer Entscheidungen besser zu verstehen und mit Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen sei der direkte Austausch ein wertvoller Bestandteil lebendiger Demokratie.

