
Der Boden beginnt in der Biotonne, deshalb ist die Sammlung ohne Fehlwürfe so wichtig. Und geht der Bioabfall in die Restmülltonne, geht wertvoller Dünger und Humus verloren. - Foto: BGK
Landshut - pm (22.05.2026) Am Dienstag, 26. Mai, ist der bundesweite Tag der Biotonne. Dabei wird zur richtigen Bioabfalltrennung aufgerufen. „Die Biotonne ist ein echter Klimaschützer direkt vor unserer Haustür. Je mehr und besser wir trennen, desto mehr hochwertiger Kompost entsteht – und davon profitieren Landwirtschaft, Gartenbau sowie das Klima und die Umwelt gleichermaßen“, betont Richard Geiger, Abfallberater der Stadt Landshut.
Die Bioabfälle aus der Stadt Landshut werden in einer hochmodernen Vergärungsanlage verwertet. Dabei entsteht klimaneutrales Biogas, das zur Stromerzeugung genutzt wird. Abwärme wird für die Aufbereitung anderer Abfälle genutzt.
Durch dieses Verfahren kann die Energie sinnvoll genutzt werden, ohne dass dabei die Nährstoffe und der Humus verloren geht. Die Gärrückstände werden nämlich als Dünger, Torfersatz und Kompost in der Landwirtschaft und im Gartenbau eingesetzt. Damit ist der Kreislauf tatsächlich geschlossen. Und weil die Bioabfälle nach der Behandlung letztlich auf dem Acker landen, ist die saubere Sammlung so wichtig. Die Verwertungsanlage kann zwar in einem gewissen Maß Fehlwürfe aussortieren, aber die Technik funktioniert auch nicht zu 100 Prozent.
Deshalb ist es wichtig, dass keine Kunststoffe und andere Fehlwürfe in die Biotonne kommen. Es dürfen auch keine kompostierbaren Kunststofftüten in die Biotonne, weil sie in einer Vergärungsanlage nicht abgebaut werden. Schon erlaubt sind Papiertüten, Küchen- oder Zeitungspapier. Die zentrale Botschaft am Tag der Biotonne ist, der Boden beginnt in der Biotonne, deshalb ist die Sammlung ohne Fehlwürfe so wichtig. Und natürlich macht der Bioabfall in der Restmülltonne keinen Sinn, weil sonst wertvoller Dünger und Humus verloren gehen.

