Ergänzung: Nahezu in Vergessenheit geraten ist heutzutage die erste grüne Biotechnik-Revolution. Finanziert von der Rockefeller-Stiftung hat der Biologe Norman Borlaug in den 50-60-er Jahren des letzten Jahrhunderts vorwiegend im mexikanischen Hochland so lange Getreidesorten aus aller Herren Länder mit mexikanischen Hochlandsorten gekreuzt, bis die heutigen ertragreichen Getreidesorten entwickelt wurde. Was wetten wir, dass unsere heutigen "Hurra, wir retten die Welt"-Aktivisten sich auch damals schon gegen die Verbreitung dieser "Saat des Bösen" ausgesprochen hätten? Norman Borlaug erhielt 1970 den Friedensnobelpreis für sein Lebenswerk, selten hat wohl jemand diese Auszeichnung so verdient, wie er. Der Ernteertrag vervielfachte sich in den 60-er und 70-er Jahren weltweit und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die "bösen Amerikaner" und die zunehmend hochindustrialisierte Landwirtschaft dadurch hunderten Millionen Menschen das Leben gerettet haben. Der Club of Rome hatte in seinem Bericht: "Die Grenzen des Wachstums" 1972 noch prognostiziert, dass gegen Ende des 20. Jhdt. die Hälfte der Menschheit vom Hungertod bedroht sein würde. Gott sei Dank ist dieses Untergangsszenario (so wie nahezu auch alle anderen Prognosen der Schrift) nicht eingetreten. Die Frage, die sich heute stellt ist: Was unternimmt die heutige Generation, um die Versorgung einer noch immer rasant anwachsenden Weltbevölkerung in der Zukunft zu sichern? Mit Technologie- und Fortschrittsfeindlichkeit werden wir das jedenfalls nicht schaffen. Freundliche Grüße Alexander Putz

