Das Problem bei den Ertragsprognosen ist, dass sich Fehler in der Einschätzung des Windaufkommens um ein Vielfaches beim Ertrag auswirken. 10% weniger Wind = 30% weniger Ertrag, was für die Wirtschaftlichkeit tödlich ist. Eine wichtige Kennzahl für die Beurteilung der Standorte sind die sog. Vollaststunden. Diese liegen ebenfalls bei nahezu allen Anlagen deutlich unter den Prognosewerten. Apropos Realität: Interessant ist folgende Berechnung: 2010 haben die bis dahin existierenden 410 WKA in Bayern ca. 602.000 MWh Nettostrom erzeugt. Das AKW Isar 2 hat einen Jahresnettoertrag von ca. 12.000 GWh. Fazit: Man würde demnach in Bayern ca. 8.160 WKA benötigen um ein einziges AKW ersetzen zu können (das ist natürlich auch nur eine theoretische Betrachtung, weil es noch immer die ungelöste Speicherproblematik gibt). Selbstverständlich sind bei der Betrachtung auch ältere, kleinere Anlagen eingeflossen. Neue Anlagen werden einen höheren Ertrag haben, allerdings wird auch der weit hinter den Prognosewerten zurückliegen und man bräuchte wohl dann "nur" 3.000 - 4.000 Anlagen, um ein AKW zu ersetzen. - Freundliche Grüße. Alexander Putz PS.: Hier ein interessanter Link mit Auswertung des tatsächlichen Ertrags einiger bayerischen Anlagen: http://www.gegenwind-stuehlingen.de/Kritische-Analyse-der-Wirtschaftlichkeit-von-Windkraftanlagen.pdf

