B15neu / Fakten Herrn Vogt

Sehr geehrter Herr Vogt, danke, ich werde Ihren Rat nicht beherzigen und "halblang" machen, sondern mich weiterhin engagiert und sachlich für das Projekt B15neu einsetzen. Sie hingegen setzen genau den Stil von Frau Flögel fort. Nachdem diese mir als Mitinhaber eines 15-köpfigen Ingenieurbüros ja schon das Attribut eines "Firmenbosses" verliehen hat, der sich persönlich bereichern möchte, ist es Ihnen nun ein Anliegen auf meine Tätigkeit als FDP-Kreisvorsitzender zu verweisen. "Firmenboss und FDP-ler, da braucht man ja gar nicht mehr hinhören, oder?" Was das alles mit der B15neu zu tun hat? Gar nichts. Auch erschließt sich mir nicht, in welchem Zusammenhang mein persönliches Wahlergebnis bei der Stadtratswahl dazu steht (welches ich übrigens für einen Neueinsteiger auf der politischen Bühne, angesichts der derzeit für die FDP allgemein sehr schlechten Stimmungslage für ganz respektabel hielt). Darüberhinaus werfen Sie mir einen "miesen manipulativen Griff in die statistische Trickkiste" vor. Das ist allerdings eine ziemliche Frechheit, angesichts der Fakten und des von Ihnen präsentierten Zahlendurcheinanders. Man kann den Lesern nur raten, sich dadurch nicht in die Irre führen zu lassen. Was soll der Vergleich mit einem alten Gutachten aus dem Jahre 2007? Wir müssen bei der Analyse der Situation und der Zukunftsperspektive sowohl die weitere Verkehrsentwicklung, als auch selbstverständlich die Auswirkungen einer 2018/19 bis Essenbach gehenden B15neu berücksichtigen. Oder halten Sie ein Szenario für realistisch, dass diese wieder zurückgebaut, oder für den Verkehr gesperrt wird? (die Einwohner von Schierling, Neufahrn, Ergoldsbach würden sich bedanken). Das einzige Gutachten, das heute von Relevanz und Interesse ist, stammt aus dem Januar 2014 und wurde im Bauausschuss des Stadtrats am 24.01. präsentiert. Ich sass da auf den Zuschauerrängen und habe sämtliche wichtigen Zahlen mitgeschrieben. Die Zahlen sollten auch die Grünen kennen, denn deren Vertreterin im Bauauschuss war ja auch anwesend. Diese glänzte allerdings mehr durch Redebeiträge wie: "Die jungen Leute fahren heutzutage immer weniger Auto, mein Sohn z.b. hat gar keines und fährt ÖPNV" (die Nachfrage ergab, dass dieser in Berlin lebt). Fakt ist: Heute fahren werktags 30.600 Fzg. auf der Konrad Adenauer Straße. Wenn die B15neu in Essenbach endet, werden es 35.800 sein (+5.200). Geht die B15 neu weiter, sinkt diese Zahl wiederum auf 25.600 (-10.200) ab. Die Entlastung ist somit enorm und beträgt eben exakt die von mir zitierten ca. 10.000 Fahrzeuge. Die Zahlen sehen für die Wittstraße wie folgt aus: Heute: 31.700 - 2018/2019 (B15neu bis Essenbach): 38.300 (+6.600) - bei einem Weiterbau 31.400 (-6.900). Entscheidend ist einzig und alleine der Unterschied der beiden Fälle "Ende in Essenbach" und "Weiterbau in den Süden" und da ist die Entlastung spürbar und dringend notwendig. - Freundliche Grüße, Alexander Putz