Sankt-Florian-Prinzip

Sehr geehrter Herr Vogt, auf Ihre Interpretationen der Verkehrsströme und Zuwächse auf Grund von vorliegenden Studien hat Ihnen Herr Putz ja schon geantwortet. Ich möchte lediglich noch mit etwas Genugtuung hinzufügen, daß sich die Argumentationen der B15neu-Gegner innerhalb eines Jahres ziemlich gewandelt hat: Vor etwa einem Jahr führten wir in diesem Forum auch schon die Diskussion pro und contra B15neu. Damals waren die hauptsächlich verwendeten und vorherrschenden Argumente der Gegner (z.B. Frau Skala und einige andere) daß die B15neu nicht gebraucht wird, weil es den Verkehr gar nicht geben wird und die B15neu nicht angenommen würde. Ich stelle mit Anerkennung fest, daß Sie dazugelernt haben und das anwachsende Verkehrsaufkommen akzeptieren. Was mich jetzt noch stört, ist das von Ihnen propagierte Sankt-Florian-Prinzip, wonach - auch nachzulesen bei Wikipedia: "die Sankt-Florian-Politik die Verhaltensweisen bezeichnet, potentielle Bedrohungen oder Gefahrenlagen nicht zu lösen, sondern auf andere zu verschieben", oder wie in diesem Fall bei anderen zu belassen. In meinen Augen ein typischer Fall von Regionalegoismus, wie man ihn typischerweise von den Verweigerern kennt, selbst dann, wenn es um "grüne Projekte" geht. Beispiele hierfür: Die Behinderung und Verweigerung von Stromtrassen oder Pumpspeicherkraftwerken, die eine Mindestvoraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende wären (ob die überhaupt jemals erfolgreich sein wird, sei mal dahingestellt). Und noch etwas freut mich für Sie: Wenn Sie sich als Vertreter einer politischen Ausrichtung, auf Grund der wir in den letzten 30 Jahren nahezu technikfeindlich geworden sind auf die deutsche Ingenieurskunst berufen ist das wahrlich eine erfreuliche Entwicklung. - Gez. Alexander Igl