Sehr geehrte Frau Flögel, in meinem Leserbrief vom 23.06. ("Falsch dargestellte & verdrehte Tatsachen" von B15neu-Gegnerin Gisela Floegel) finden sich viele Fakten, auf die Sie offensichtlich nicht eingehen wollen und können. Daher wiederholen Sie lieber den Vorwurf, wonach mein Engagement für die B15neu durch einen möglichen persönlichen Nutzen motiviert wäre. Auch darauf hatte ich bereits geantwortet. Unser Planungsunternehmen arbeitet bundesweit und ist in keiner Weise davon abhängig, ob diese Strecke realisiert wird, oder nicht. Wie Sie bereits mehrfach selbst festgestellt haben, sind die Mittel für den Straßen- oder Schienenbau begrenzt und für uns ist es irrelevant, ob wir Brückenbauwerke an der B15 neu oder anderswo planen. Bisher durften wir von geschätzt 30 Bauwerken zwischen Saalhaupt und Essenbach übrigens für lediglich 3 Bauwerke Teilleistungen erbringen (bei ca. 900 geplanten Brückenbauwerke in den letzten 20 Jahren ist das wohl kein relevanter Anteil). Ihre Argumentation ist in der Hinsicht perfide. Fachleute, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit ein hohes Wissen über Verkehrsplanung und -entwicklung haben, sind zwangsläufig in diesem Bereich tätig. Wenn Sie diesen Menschen nun grundsätzlich Parteilichkeit vorwerfen, müssen wir unser Land künftig so organisieren, dass jeder Diskurs am Besten ausschließlich durch möglichst viele fachfremde Laien geführt wird. Das kommt Ihnen natürlich zu Gute, denn die Fakten sprechen für die B15 neu, während Ihre Argumentation mehr auf Emotion und gespielter Empörung aufbaut und letztendlich ausschließlich ideologisch motiviert ist. Noch eine Information zu meinem persönlichen Background: Ich habe mich viele Jahre als sehr aktives Mitglied eines entsprechenden Arbeitskreises der Bayerischen Ingenieurekammer sehr intensiv mit dem Thema "Nachhaltige Verkehrsinfrastruktur" und dabei auch mit der ganzheitlichen Bewertung von Infrastrukturmaßnahmen (inkl. ökologischer und volkswirtschaftlicher Bewertung) beschäftigt. Darüber hinaus war ich 2 Jahre lang Mitglied des Kuratoriums des WWF-Deutschland, was wohl beweist, dass mir die Belange unserer Umwelt und Natur sehr wichtig sind. Ich denke, dass ich aufgrund meiner beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten bestens dafür qualifiziert bin, mir ein fachlich fundiertes Urteil über die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit der B15 neu zu bilden. Zu welchem Ergebnis ich dabei gekommen bin, ist bekannt. - Freundliche Grüße, Alexander Putz

