Lieber Herr Igl, den Schrieb von Herrn Putz kann man auch bei gutem Willen nicht als Antwort auf meine Analyse der Verkehrsströme in der Stadt Landshut bezeichnen. Er macht da eher Fingerübungen in Rabulistik und versucht sich in Schopenhauers Anleitungen für Rechthaberei. Sein Vorschlag, den heutigen Verkehr in Landshut mit dem Jahr 1900 zu vergleichen ist an Albernheit nicht zu übertreffen und besagt nur, dass er auf eine sachlichen Behandlung der Materie keinen Wert legt. Ich mag seine Leserbriefe trotzdem, weil sie in ihrer Widersprüchlichkeit immer sehr erheiternd sind. Der Brüller momentan: Er engagiert sich rein ehrenamtlich für die B15neu. Persönliche Vorteile hat er nicht davon. Schließlich verdient seine Firma nur an drei Brücken dieser Autobahn. Wiener Kabarett ist das. Aber auch Sie selbst müssen bezüglich der Widersprüchlichkeit aufpassen. Ihre Beschreibung des Sankt-Florian-Prinzips lässt sich 1:1 auf die Befürworter der neuen Autobahn anwenden. Die enorme Verkehrszunahme in der Stadt Landshut im Jahr 2019 wollen Sie los werden, indem sie den Menschen im südlichen Landkreis die Heimat zerstören (Bedrohungen nicht lösen, sondern auf andere verschieben). Damit reden Sie dem Regionalegoismus pur das Wort. Noch ein Wort zu mir. Ich bin bei den Grünen und seit 12 Jahren kommunalpolitisch aktiv. Aber ich bin in keiner Bürgerinitiative gegen die Autobahn. Bemerkungen wie „dass ich dazugelernt hätte“, können Sie sich künftig sparen. Ich vertrete hier ausschließlich meine eigenen Ansichten und halte Manipulateuren (10.000 Autos weniger) die wissenschaftlich erhobenen Fakten entgegen. Die deutsche Ingenieurskunst habe ich schon immer bewundert und gelobt. Allerdings nur für die technischen Errungenschaften, die sie hervorgebracht hat. Wenn mir ein Ingenieur aber erzählen will, dass es in Deutschland seit der Gründung der Grünen vor 30 Jahren keinen technischen Fortschritt mehr gegeben hat, dann fange ich bestimmt nicht an, an meinem eigenen Verstand zu zweifeln. - Schöne Grüße aus Aham, Michael Vogt

