Sehr geehrter Herr Scheuermann, der "Witz" an solchen Betrachtungen ist, dass sich sehr kleine erhöhte Zeit- und Betriebskostenaufwendungen durch die große Anzahl an Verkehrsteilnehmern, die betroffen wären, sehr schnell zu beachtlichen Summen addieren. Einfaches Beispiel: 5000 PKW brauchen täglich nur 1 min länger. Gerechnet auf 200 Tage im Jahr landen Sie dann bei 16.667h. Bei solchen Betrachtungen wählt man einen gemittelten Stundensatz, der ca. bei 2/3 des ortsüblichen Stundenlohns (18 €) beträgt. Dabei wird dann der Freizeitwert mit etwa 50% angesetzt. Somit landen Sie bei 16.667h x 12 € = ca. 200.000 € im Jahr. Jetzt der zusätzliche Spritverbrauch, der liegt bei ca. 2 Liter je Stunde im Stop and Go. 16.667h x 2 x 1,50 € = 50.000 €. Schon sind wir bei einer Jahresbelastung für die Straßenbenutzer von mind. 250.000 €. Die Berechnung basiert nun auf einer ganz groben Schätzung, man erkennt aber, wie schnell sich die Baukosten amortisieren können. Ob das nun 10, 15 oder 20 Jahre dauert, ist eigentlich irrelevant. Noch ein Hinweis zum Kreisverkehr: Es gibt gute Gründe, warum Kreisverkehre lediglich für den innerstädtischen Bereich empfohlen werden. Darüber hinaus sind sie an Stellen ungünstig, die einen hohen Schwerverkehrsanteil aufweisen. Die Bremsmanöver der LKW führen zu einer extrem hohen Beanspruchung des Fahrbahnbelags, auch werden die Fahrbahnränder im Kreisel sehr oft durch den Schwerverkehr beschädigt. die Unterhaltskosten sind demnach ebenfalls erheblich. - Freundliche Grüße, Alexander Putz

