Verehrte Stadtratskollegen der Landshuter Mitte, die Glosse von Bernhard Beez in der LZ vom Samstag, 09.08. ist mehr als treffend. Normalerweise muss man dazu auch nichts mehr sagen. Nachdem hier aber Ihr offener Brief im originalen Wortlaut veröffentlicht ist, und darin der Populismus in Reinstform zu lesen ist, möchte ich doch einige sachliche Infos an Sie weiter geben: 1. Mir ist nicht bekannt, dass die Übernahme der Formel1-Rechte aus der KirchMedia die BayernLB in Bedrängnis gebracht hat. Ihre Argumentation entbehrt jeglicher Tatsachen. 2. Sie sprechen von Gewährträgerhaftung. Die Gewährträgerhaftung für die BayernLB, die vom Freistaat Bayern und dem Sparkassenverband Bayern getragen wurde, ist mit dem 18. Juli 2005 gefallen. Sie können dies gerne nachlesen unter: http://www.bayernlb.de/internet/de/content/metanav/investor_relations/information_3/sicherung_1/sicherung.jsp oder http://www.orh.bayern.de/berichte/jahresberichte/archiv/jahresbericht-2009/finanzkrise/504-tnr-11-staatliche-buergschaften-garantien-gewaehrleistungen.html hier Punkt 11.1.4. 3. Unter gleichem Interneteintrag im Punkt 11.1.3 können Sie auch nachlesen, wie tatsächlich die Absicherung der BayernLB vom Freistaat Bayern erfolgt ist. Die bayerischen Sparkassen mussten sich nicht an den Rettungsmaßnahmen beteiligen. Weswegen sich auch über einen längeren Zeitraum die Eigentumsverhältnisse von 50 : 50 auf 94,6 % (Freistaat Bayern) zu 5,4 % (Sparkassenverband Bayern) verlagert hatten (derzeit 75% + 1 Aktie : 25% - 1 Aktie). Die Stadt Landshut (und auch die Sparkasse Landshut) mussten sich an den Absicherungsmaßnahmen für die BayernLB nicht direkt beteiligen. Weswegen ihre Forderung geradezu absurd und grotesk ist. Sie machen Politik zum Gespött. - Mit kollegialen Grüßen, Stefan Gruber Stadtrat, Bündnis 90 /Die Grünen

