Verkehrskonzept oder Aktionismus?

Jeglicher Ansatz zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur ist zu begrüßen und je mehr politische Kräfte aus der Region mit einer Stimme sprechen, umso besser. Landshut steht kurz vor dem Verkehrsinfarkt. Spätestens wenn die B15n in wenigen Jahren bis zur Anschlusstelle Essenbach reicht, wird sich jeder Verantwortungsträger der Frage stellen müssen, ob er genug dazu beigetragen hat, das über die Stadt hereinbrechende Chaos zu verhindern. Die Verkehrspolitik und diesbezüglichen Versäumnisse von Jahrzehnten werden in den kommenden Jahren das beherrschende Thema der Regionalpolitik sein. Insofern ist es auch zu begrüßen, wenn in den politischen Gruppierungen mehr Ingenieurverstand und Fachkompetenz Fuss fassen. Beim Lesen des Artikels drängt sich aber doch die Frage auf, inwieweit hier die Verbesserung der Verkehrssituation oder demonstrativ zur Schau getragenen Aktionismus im Vordergrund stehen. Den Stadtratsmitgliedern der LM dürfte bekannt sein, dass die Planung der Bahnunterführung beim ETSV 09 bereits im vollen Gang ist (Vorentwurf, Kosten und Zeitplan wurden im Bau- und Verkehrsausschuss vorgestellt und abgesegnet). Die Genehmigungsplanung wird im Frühjahr eingereicht. Die "Neufahrner Gegenkurve" zur besseren Anbindung Ostbayerns an den Flughafen ist bereits planfestgestellt und die Finanzierungsvereinbarung zwischen der DB und dem Freistaat wurde abgeschlossen. Derzeit läuft die Projektvorbereitung auf vollen Touren. Auch das sollte Kommunalpolitikern bekannt sein. Zu anderen Einzelvorschlägen der LM gäbe es noch viel zu äußern, aber das würde hier den Rahmen sprengen. - Freundliche Grüße Alexander Putz