@ Herrn Breidenbach (Klinik)

Sehr geehrter Herr Breidenbach, Ihre Kommentare lese ich fast immer mit Zustimmung! Aber das mit dem Klinikverkauf finde ich etwas unbedacht, wenn nicht daneben! Oder wollen Sie im Ernst das Wohl der Schulkinder gegen das der Patienten ausspielen? Es gibt zahllose, zum Teil gut dokumentierte Berichte darüber, dass vor allem die Klinikpatienten die Leidtragenden von Privatisierungen waren und sind. Und es gibt noch ein anderes Argument, das man dabei bedenken muss: Es wäre ja in keiner Weise eine nachhaltige Lösung. Man müsste so ein Klinikum womöglich weit unter Wert verkaufen, weil jeder Interessent die katastrophale Finanzlage der Stadt kennt und den Preis drücken wird, so gut er kann. Die Stadt hätte dann relativ wenig Geld für ein wertvolles Vermögen, das nicht wiederkommen wird. Eine nachhaltige Lösung für kommende Schulkinderjahrgänge wäre das mitnichten! Und das dritte Argument ist natürlich, dass das für viele Leute ein hochemotionales und extrem brisantes Thema ist, und das kann jeder Mensch mit Gespür auch verstehen. Die Folge: Es würde mit Sicherheit zu einem Referendum über ein solches Vorhaben kommen, und da wären geschätzte 80 zu 20 Prozent dagegen (siehe Rottal-Inn vor kurzem). Ich habe zwar auch kein Patentrezept, finde aber schon, dass die Zuständigen in der sogenannten Politik, die sonst angeblich alles wissen und können, sich da entschieden mehr anstrengen sollten! Klinikum verkaufen, den Erlös verkonsumieren und in ein paar Jahren vor der gleichen Misere stehen, das ist doch keine Lösung! - Mit freundlichem Gruß: Hans Zehntner