Warum fällt all diesen Kommunalpolitikern zum Stadtmuseum nichts anderes ein als das Franziskanerkloster oder ein Neubau? Für beides hat eine Stadt, die total pleite ist, kein Geld. Dabei verfügt Landshut bereits über höchst attraktive Museumsräume, die man nur neu gestalten müsste, um ein Stadtmuseum daraus zu machen: ein Stadtmuseum im Hofberg. Die Räumlichkeiten des derzeitigen Skulpturenmuseums gehören ohnehin der Stadt, und eine Umgestaltung in ein Stadtmuseum würde vermutlich auch die bescheidenen Besucherzahlen wieder wachsen lassen, die das sogenannte Koenig-Museum seit vielen Jahren zu einer defizitären Angelegenheit verkommen lassen. An den Betriebskosten würde sich nicht viel ändern, weil das Personal bereits vorhanden ist, und kleine Erweiterungsmaßnahmen wie etwa ein Museumscafe oder ein Museumsshop dürften mit finanzieller Unterstützung der Landshuter Freunde des Stadtmuseums zu stemmen sein. Dr.Niehoff könnte morgen schon anfangen, mit seinem Team entsprechende Pläne auszuarbeiten. Worauf warten wir noch? - gez. Anna Pelzer
Anmerkung der Redaktion: Sehr geehrte Frau Pelzer, in den Unterlagen für den Stadt-Haushalt 2014 ist nachzulesn, dass das Skulpturenmuseum (Fritz König) im Jahr 2014 wohl Kosten von 291.387 Euro verursachen wird. Bei den Einnahmen sind lediglich 29.500 Euro veranschlagt. Das Defizit also: 361.887 Euro. Das bedeutet, dass die 29.500 Euro nur zu 7,54 Prozent zur Deckung der Kosten beitragen. Für alle städtischen Museen beträgt der Deckungsgrad 10,26 Prozent. Die Stadt zahlt 1.136.951 Euro drauf. Die Einnahmen aller Museum bringen lediglich 130.000 Euro in die Stadtkasse. - gez. Hermann Schnall (Redaktion)

