Sehr geehrte Damen und Herren, als Vertreter der das Bürgerhaus betreibenden Bürgerstiftung Landshut sehe ich mich in der Pflicht, einige in der vorliegenden Diskussion behaupteten Dinge richtigzustellen. Das Grundstück, auf dem das Bürgerhaus Landshut gebaut wurde, gehört der Stadt Landshut. Nach wie vor. Zuvor stand dort das bereits baufällige Vereinsheim des FC Eintracht. Wir haben es abgerissen und an derselben Stelle das Bürgerhaus gebaut, in dem neben den sozialen Angeboten der Bürgerstiftung auch der Verein seine neuen Räume hat. Das Grundstück gehört nach wie vor der Stadt Landshut, die Bürgerstiftung hat einen Erbpachtvertrag abgeschlossen. Sollte es die Stiftung eines Tages nicht mehr geben, fällt das Haus automatisch an die Stadt Landshut. Zu den von Herrn Schnur genannten Zuschüssen ist folgendes zu sagen: Es ist der Bürgerstiftung per Satzung nicht gestattet, Pflichtaufgaben der Stadt zu übernehmen. Eine vom Stadtrat vor vielen Jahren selbst beschlossene Aufgabe ist es, den Bau von Vereinsheimen mit 30 Prozent zu finanzieren. Vom baulichen Anteil des Vereinsheims muss deshalb dieses Drittel von der Stadt bezahlt werden. Hier gibt es weder für die Stadt noch für die Bürgerstiftung eine Alternative. Ähnlich verhält es sich mit demjenigen Anteil am Bürgerhaus, den die Bürgerstiftung dem Stadtjugendring als Räumlichkeiten für einen Jugendtreff angeboten hat. Das gilt auch noch, nachdem durch den Ausstieg des Stadtjugendrings aus den Räumlichkeiten die Bürgerstiftung vom Jugendhilfeausschuss verpflichtet wurde, dort stattdessen selbst einen „fördernden Schülertreff“ einzurichten. Diese beiden Zuschüsse wurden vom Stadtrat bereits zu Beginn der Bauphase beschlossen und der Bürgerstiftung zugesagt. Bezahlt wurden sie bislang noch nicht, weshalb die Bürgerstiftung einen Kredit für diese Summe aufgenommen hat. Bei dem im Haushalt 2014 eingestellten Betrag handelt es sich genau um dieses Geld. Wenn es überwiesen wird, können wir diesen Kredit zurückzahlen. Das alles war zu jeder Zeit transparent: Es wurde im Stadtrat abgestimmt und es war in der Zeitung zu lesen. Als Stadtrat hätte Herr Schnur das alles wissen können. Das Haus ist, wie Herr Lindner richtig schreibt, bereits fertig und in Betrieb. Es wird von uns mit einer Vollzeitkraft, einer Teilzeitkraft und mehreren Ehrenamtlichen mit großem Engagement betrieben. Der gesamte Betrieb wird mit Spenden finanziert. Geld von der Stadt wird dafür nicht in Anspruch genommen. Es ist mir unverständlich, wie Stadtrat Schnur, ohne die Sachverhalte im Detail zu kennen, mit Unterstellungen an die Öffentlichkeit gehen kann, die er nicht nur in der Landshuter Rundschau, sondern auch in seinem eigenen Online-Medium verbreitet. Zum Glück sehen das die anderen Stadträte und zuvorderst der Landshuter Oberbürgermeister, Hans Rampf, anders. Letzterer nannte bei seinem kürzlichen Besuch im Bürgerhaus das Projekt „einmalig und bisher ohne Vorbild“. Er erkannte die viele Arbeit an, die von den Initiatoren zu bewältigen war und hob auch hervor, dass ein soziales Projekt wie das Bürgerhaus der Stadt enorm viele Folgekosten spare. Die große Leistung sämtlicher Ehrenamtlicher und Sponsoren wurde dabei gesehen und gewürdigt. Ein Besuch von Herrn Schnur im Bürgerhaus ist, trotz regelmäßiger Einladungen, bis heute leider nicht erfolgt. - gez. Anke Humpeneder-Graf, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Landshut

